Im Garten mit Jacky (6.)

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(Foto: Schwegmann)

Sobald die Eisheiligen (11. – 15. Mai) vorbei sind, beginnt für viele Hobbygärtner die schönste Zeit des Jahres: Balkonkästen, Töpfe und Kübel werden neu bepflanzt und bringen Farbe auf Balkon, Terrasse oder vor die Haustür. Dabei braucht es gar nicht unbedingt exotische Pflanzen oder komplizierte Gestaltungsideen. Oft reichen schon ein paar einfache Grundregeln, damit die Kästen den ganzen Sommer über gesund wachsen und üppig blühen.

Blumenkästen bepflanzen – so gelingt ein blühender Sommer auf kleinem Raum

Der wichtigste Punkt vor dem Pflanzen ist die Standortwahl. Nicht jede Pflanze fühlt sich überall wohl. Deshalb lohnt es sich, vorher kurz zu beobachten: Liegt der gewünschte Platz den ganzen Tag in der Sonne oder eher im Halbschatten? Wer Pflanzen passend zum Standort auswählt, spart sich später oft viel Ärger mit kümmerlichem Wachstum oder vertrockneten Blüten.

Auch die Wirkung der Pflanzen sollte man vorher bedenken. Besonders harmonisch wirken Balkonkästen, wenn unterschiedliche Wuchsformen kombiniert werden. Hängende Pflanzen lockern den Kasten nach unten auf, buschige Pflanzen sorgen für Fülle und aufrecht wachsende Sorten bringen Struktur hinein. So entsteht schnell ein lebendiger und natürlicher Eindruck, ohne dass der Kasten überladen wirkt.

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Ebenso entscheidend ist die richtige Blumenerde. Hochwertige Erde speichert Wasser besser und versorgt die Pflanzen länger mit Nährstoffen. Vor dem Pflanzen sollte der Balkonkasten zunächst nur etwa zu zwei Dritteln mit Erde gefüllt werden. Viele Pflanzen sind in ihren Töpfen stark durchwurzelt und sitzen sehr fest. Deshalb lohnt es sich, die Wurzelballen vorsichtig etwas aufzulockern bzw. anzukratzen. Das funktioniert zum Beispiel super mit einer kleinen Gartenhacke und fördert später die Bildung neuer Wurzeln und hilft den Pflanzen, schneller anzuwachsen.

Bevor die Pflanzen endgültig eingesetzt werden, kann man sie zunächst einmal probeweise auf dem Kasten verteilen. So sieht man direkt, ob Farben, Größen und Abstände harmonieren. Gerade Anfänger pflanzen oft zu dicht, dabei brauchen viele Sommerblumen genügend Platz, um sich richtig entwickeln zu können.

Beim Einsetzen selbst gilt: Die Erde sollte locker bleiben und nicht fest angedrückt werden. Die Pflanzen werden lediglich leicht angedrückt und anschließend gut angegossen. Wichtig ist außerdem, dass überschüssiges Wasser später ablaufen kann, damit keine Staunässe entsteht. Achtet auch darauf, dass die neu bepflanzten Kästen erst einmal im Schatten stehen bleiben, bevor sie an ihren endgültigen sonnigen Standort kommen.

(Foto: Uda)

Nach dem Pflanzen beginnt die eigentliche Pflege. Balkonkästen trocknen an warmen Tagen oft erstaunlich schnell aus. Regelmäßiges Gießen gehört deshalb im Sommer fast täglich dazu. Wer verblühte Blüten regelmäßig entfernt, fördert außerdem die Bildung neuer Knospen und sorgt dafür, dass die Kästen lange attraktiv bleiben.

Und das Wichtigste: Nicht alles muss sofort perfekt aussehen. Pflanzen wachsen im Laufe der Wochen zusammen und entwickeln oft erst nach einiger Zeit ihre volle Wirkung. Gerade das macht den Reiz des Gärtnerns aus – zuzusehen, wie aus einem frisch bepflanzten Balkonkasten langsam ein kleines Blütenmeer entsteht.

(Foto: Uda)

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