Im Garten mit Jacky (5.)

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(Foto: Schwegmann)

Ich bin Jacky aus Emsdetten und ich nehme dich mit in meinen Garten, so wie er wirklich ist: nicht perfekt, aber voller Leben.

Tomaten anbauen leicht gemacht – die wichtigsten Grundlagen für gesunde Pflanzen

Heute geht es um das Anbauen von Tomaten, was Du wirklich wissen solltest und was häufig falsch gemacht wird.

Tomaten gehören für viele einfach zum Garten dazu. Und trotzdem sehe ich jedes Jahr die gleichen Unsicherheiten: Muss ich ausgeizen? Wieviel Wasser brauchen sie? Und warum sehen manche Pflanzen plötzlich schlapp aus?

Ganz ehrlich: Tomaten sind keine komplizierten Pflanzen, wenn man ein paar Grundlagen kennt.
Fangen wir mit einem der wichtigsten Themen an: dem Ausgeizen.

Bei sogenannten Stabtomaten ist das Ausgeizen sinnvoll. Das bedeutet, dass Du die kleinen Triebe in den Blattachseln regelmäßig entfernst. So geht die Kraft der Pflanze mehr in die Früchte und weniger in unnötiges Blattwachstum.

Bei Buschtomaten sieht das ganz anders aus, denn die solltest Du nicht ausgeizen. Sie wachsen kompakter und regeln sich im Grunde selbst. Wenn Du hier eingreifst, nimmst Du Dir am Ende eher Ertrag weg.

Ein kleiner Sonderfall sind Rispen- oder Cocktailtomaten. Hier kannst du je nach Bedarf arbeiten. Zum Beispiel einzelne Blüten reduzieren, um die Pflanze luftiger zu halten.

Ein Punkt, den viele unterschätzen, ist die Befestigung.

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Tomaten brauchen Halt. Ob klassisch an einem Stab oder an einer Schnur (Tomatenhaken), wichtig ist, dass die Pflanze stabil wächst und nicht abknickt. Gerade bei schwerer Fruchtbildung wird das schnell zum Problem, wenn man es am Anfang vernachlässigt.

Jetzt kommt ein Thema, das wirklich entscheidend ist: der Standort.

Tomaten mögen es geschützt. Ein Platz unter einem Tomatendach oder nah an einer Hauswand ist ideal. Warum? Weil Nässe von oben einer der größten Auslöser für Krankheiten ist. Regen auf den Blättern kann schnell zu Problemen führen.

Und damit sind wir direkt beim nächsten Punkt: Gießen.

Tomaten mögen kein Wasser von oben. Gieße immer direkt an die Wurzel. So vermeidest Du Krankheiten und stärkst die Pflanze gezielt dort, wo sie es braucht.

Apropos Wurzeln, hier steckt oft der Schlüssel zum Erfolg.

Veredelte Tomaten sind besonders spannend, wenn du langfristig gesunde und ertragreiche Pflanzen möchtest. Sie sind robuster, widerstandsfähiger gegen Krankheiten und bringen oft mehr Ertrag. Gerade für Anfänger kann das ein echter Vorteil sein.

Wenn Du Tomaten an einem geschützten Standort hast, kannst du grundsätzlich fast jede Sorte gut anbauen. Ohne Schutz wird es etwas anspruchsvoller, aber auch das ist absolut machbar, wenn Du ein bisschen ausprobierst.

Und dann wäre da noch ein Punkt, den viele unterschätzen: der Nährstoffbedarf.

Tomaten sind Starkzehrer. Das heißt, sie brauchen viele Nährstoffe. Eine gute, nährstoffreiche Erde ist die Basis und regelmäßiges Düngen gehört einfach dazu, wenn Du kräftige Pflanzen und viele Früchte möchtest.

Wenn Du jetzt denkst, das klingt nach viel… keine Sorge.

Du musst nicht alles perfekt machen. Fang einfach an, beobachte deine Pflanzen und passe Schritt für Schritt an. Genau so lernst Du am meisten.

Und glaub mir: Die erste eigene Tomate, warm von der Sonne, direkt aus dem Garten, die schmeckt besser als alles, was Du kaufen kannst.

Also trau Dich ran.

Tomaten verzeihen Dir mehr, als Du denkst, und sie zeigen Dir ziemlich schnell, ob Du auf dem richtigen Weg bist.

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