Im Garten mit Jacky (10.)

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(Foto: Schwegmann)

Hey, ich bin Jacky und ich nehme euch regelmäßig mit in meinen Garten.

Gartenaufgaben im Juni – jetzt wird es richtig spannend!

Der Juni gehört für mich zu den schönsten Monaten im Gartenjahr. Die Beete sind endlich gut gefüllt, viele Pflanzen wachsen sichtbar von Tag zu Tag und die ersten Ernten lassen meist nicht mehr lange auf sich warten. Gleichzeitig gibt es aber auch einige wichtige Aufgaben, damit der Garten gesund und produktiv durch den Sommer kommt.

Eine der wichtigsten Aufgaben im Juni ist das regelmäßige Gießen. Besonders Hochbeete und Kübelpflanzen trocknen bei warmem Wetter sehr schnell aus. Ich gieße lieber seltener, dafür aber gründlich. So werden die Pflanzen angeregt, tiefere Wurzeln zu bilden. Am besten gießt man morgens oder abends, damit möglichst wenig Wasser verdunstet.

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Ebenso wichtig ist das Mulchen. Eine Schicht aus Rasenschnitt, gehäckseltem Grünschnitt oder Lavamulch hält die Feuchtigkeit länger im Boden und reduziert gleichzeitig den Unkrautwuchs. Gerade an heißen Sommertagen macht sich das schnell bemerkbar. Wer einmal gemulcht hat, spart oft viel Zeit beim Gießen und Jäten.

Im Gemüsegarten beginnt nun die erste Erntezeit. Radieschen, Pflücksalate oder frühe Kräuter können regelmäßig geerntet werden. Dabei gilt: Je häufiger geerntet wird, desto mehr wächst oft nach. Auch Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie oder Oregano freuen sich über einen regelmäßigen Rückschnitt.

Wer noch freie Flächen im Beet hat, kann weiterhin nachsäen. Besonders geeignet sind verschiedene Salatsorten, Radieschen, Rucola oder Buschbohnen. Auch Gurken oder Zucchini sind jetzt noch möglich. Du kannst diese dann zwar erst im Herbst ernten, aber es lohnt sich noch. Ich selbst säe lieber mehrfach kleine Mengen aus als einmal eine große Menge. Gerade bei Radieschen macht das mehr als Sinn, denn so kannst du alle paar Wochen eine Hand voll Radieschen ernten, anstatt 30 Radieschen auf einmal.
Tomaten, Gurken und andere wärmeliebende Gemüse wachsen jetzt besonders schnell. Bei Tomaten sollten regelmäßig die Seitentriebe in den Blattachseln entfernt werden, sofern es sich um Stabtomaten handelt. Außerdem lohnt sich ein Blick auf die Pflanzenstützen. Was heute noch stabil wirkt, kann nach einigen Wochen voller Früchte schnell an seine Grenzen kommen.

Auch die Staudenbeete benötigen jetzt etwas Aufmerksamkeit. Verblühte Blütenstände können entfernt werden, damit die Pflanzen ordentlich aussehen und teilweise sogar eine zweite Blüte anregen. Bald steht auch schon der erste „Remontier-Schnitt“ an, dazu erzähle ich dir nächste Woche aber noch mal mehr. Gleichzeitig sollte man darauf achten, dass stark wachsende Stauden ihre Nachbarn nicht komplett überwuchern.

Nicht vergessen werden sollten die tierischen Gartenbewohner. Vogeltränken und Insektentränken sollten regelmäßig gereinigt und mit frischem Wasser gefüllt werden. Gerade in trockenen Sommerphasen leisten wir damit einen wichtigen Beitrag für Vögel, Bienen und viele andere Insekten.

Mein wichtigster Tipp für den Juni: Nehmt euch trotz aller Gartenarbeit auch Zeit zum Genießen. Oft verbringen wir so viel Zeit mit Pflanzen, Gießen und Pflegen, dass wir vergessen, einfach einmal durch den Garten zu gehen und die Entwicklung zu beobachten. Genau dafür haben wir unsere Gärten schließlich angelegt.

Ich wünsche euch einen erfolgreichen und entspannten Gartenmonat Juni, mit vielen schönen Blüten, gesunden Pflanzen und den ersten leckeren Ernten aus dem eigenen Garten!

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