…Gefühl und Leidenschaft gepaart mit Perfektion und Professionalität die aber so locker dargeboten, als würden sie 24 Stunden am Tag nichts Anderes machen. – Vermutlich haben sie in den letzten Tagen vor den beiden Konzerten am Freitag und Samstag im jeweils voll besetzten Bürgersaal auch tatsächlich an nichts Anderes gedacht. Wolters Family, das sind Joschy und Verena Wolters und Reni und Karin Wolters. Friends, das sind in alphabetischer Reihenfolge Andreas Austrup (Gesang), Werner Beckmann (Saxophon), Roland Busch (Gesang), Hajo Daum (Gitarre), Herbert Grevinga (Keyboards), Ralph Kiepe (Trompete/Flügelhorn), Matthias Kleiner (Bass/Posaune), Fana Lambertin (Gitarre/Gesang), Bebert Lambertin (Harp/Gesang), Ines Schulte-Austum (Gesang), Tim Schulte-Austum (Gitarre), Jenny Sünderkamp (Gesang), Christoph Sünderkamp (Keyboards) und Oliver Wolters (Schlagzeug) – 18 Akteure auf der Bühne sowie Gerrit Schlinkmann (Licht), Stefan Wierich (Ton) und Marvin Ahlers (Bühnentechnik). Hier jemanden hervorzuheben wäre falsch, die Gesamtheit machte den Abend zu dem, was er war!
Joschy Wolters hat gleich zu Beginn eine Achterbahnfahrt angekündigt, es war aber eine Achterbahnfahrt auf gleichbleibend hohem Level, ohne freien Fall in tiefe Täler, aus denen man sich dann mühevoll wieder hätte hoch arbeiten müssen. Sorgfältig ausgewählte Titel, die für sich schon in vielen Fällen zu Welthits wurden, deren Interpretation eine echte Herausforderung ist, die aber mit Bravour gemeistert wurde. Wenn man im Anschluss das Publikum gefragt hätte, da hätte jeder seinen ganz individuellen Lieblingssong gehabt. Für den Verfasser dieses Textes stehen „In the air tonight“ von Phill Collins, allerdings mehrstimmig gesungen von Joschy, Verena, Reni und Karin Wolters sowie „Nothing compares to you“ von Prince als Duett gesungen… gelebt, zelebriert von Jenny Sünderkamp und Joschy Wolters, ganz weit oben.
Ob „Dream a little dream of me“ oder das Blues Brothers-Medley, – „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ oder „Let me entertain you“, unterschiedliche Genres, wie sie kontrastreicher eigentlich nicht sein können, dadurch aber die ganze Breite des Publikums treffen. Und wenn ein Titel mal nicht zur individuellen Playlist gehört, die man sich zuhause im stillen Kämmerlein anhört, so war man doch begeistert von der Art und Weise, wie er vorgetragen wurde. – Vielleicht wird die heimische Playlist ja doch nochmal überarbeitet.

Da war die girl-power mit „Sisters are doing it for themselves“ (Jenny Sünderkamp, Verena Wolters, Karin Wolters und Ines Schulte-Austum) und die Männer-Selbsthilfegruppe, die sich jeden Montag zum Gesprächskreis trifft, „Wannabe“. – Allesamt standen oder stehen sie in verschiedenen Formationen auf der Bühne. Die jahre- oder gar jahrzehntelange Erfahrung ist nicht von der Hand zu weisen, da steckt in jedem ein großer Anteil Rampensau.
„Zuwachs“ hat die Familie Wolters bekommen, als aus Joschy Freddy wurde, der mit einem bemerkenswerten Intro im Duett mit Ines Schulte-Austum „Don’t stop me now“ ins Publikum schmetterte.
Mit diesem Konzert-Wochenende haben die Vollblut-Musiker nicht nur nahtlos an die geniale Premiere im November 2024 angeknüpft (wir berichteten damals H I E R), sie haben definitiv noch einen Ticken drauf gelegt. Das war diesmal noch eine Rutsche emotionaler, breiter gefächert – eigentlich eine Show für die ganz großen Hallen und Bühnen dieser Nation.
Es war die Vielfalt, die dieses Programm auszeichnete, die große Zahl der Akteure, viele Solisten, jede und jeder hat seinen ganz eigenen ganz großen Anteil daran. Dem Publikum war am Freitag wie am Samstag die Begeisterung anzusehen. Selbstverständlich ging es nicht ohne Zugabe von der Bühne.
„Familie Wolters is back“, hieß es in der Ankündigung. – Seit Januar wurde intensiv geprobt, nach erfolgreich abgeschlossenen Konzerten fallen diese Proben ja jetzt weg – wäre also Zeit für… neue Proben für das nächste Konzert!



























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