Gute Laune trotz Regenwetter

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(Foto: Joanna Puzik)

Der Detti hatte sich gestern Nachmittag so sehr Sonnenschein gewünscht. Nun, die Sonne glänzte mit Abwesenheit, trotzdem ließen es sich einige dutzend wetterfeste Kulturfreunde nicht nehmen an der EMS Aue spazieren zu gehen. „Heute braucht man keine Sonntags-, sondern Wasserschuhe“, sagte eine Passantin mit lachender Stimme zu ihrer Mid50er Mädels Clique und streifte dabei ein junges Pärchen, das mit Regenschirm in der einen und dem Weinglas in der anderen Hand daherkam.

Neben kleinen Gruppen auf Fahrrädern, machten sich etliche Eltern mit Kinderwagen auf, um den vom Regen aufgeweichten Pfad zwischen der alten Kläranlage und dem Spielplatz an der August-Heeke Straße entlangzugehen.

(Foto: Joanna Puzik)

Während die in voller Regenhosenmontur ausgestatteten Kleinkinder das Quietschen und Patschen unter ihren Sohlen genossen, konnten ihre Großeltern den sonntäglichen Spaziergang dazu nutzen ein wenig Kultur zu schnuppern, bzw. zu hören und zu sehen.

Gute Laune Programm:

Denn bei „Flanier-Kultur“, wie das Event von Stroetmanns Fabrik betitelt wurde, gab es davon einiges.

„Hardy‘s Jazzband“ versprühte gleich zu Beginn des Festes auf dem Spielplatz an der August-Heeke  Straße mit ihren Trompeten und Posaunentönen im Dixieland-Sound eine herrlich leichte Atmosphäre. (Foto: Joanna Puzik)

Da haben nur noch die Bierbänke gefehlt. Aber auch ohne diese ließen sich zahlreiche Besucher auf den umliegenden Sitzgelegenheiten und Spielgeräten nieder, um den schwungvollen Beats zuzuhören. Praktischerweise konnten die Kids dabei nach Lust und Laune umherlaufen. Und falls der Nieselregen zunehmen sollte, so haben die Organisatoren extra ein Zelt aufgespannt, um die Künstler und ihre Instrumente zu schützen, so Joschy Wolters vom Team. Mit dem Walky Talky in der Hand vergewisserte er sich, ob alles funktioniert und sah sichtlich zufrieden aus. Das Konzept sei extra so angedacht, dass die Bands und Darsteller von einem zum nächsten Standort wandern können. Flanieren halt, wie der Begriff selbst schon sagt.

(Foto: Joanna Puzik)

Unterwegs treffen wir auf unserem Wanderpfad auf farbenfrohe Wesen, eine Klarinette spielende Blume, die wie aus dem Zauberreich von Oz daher zu kommen schien. Der mit roten Farbtupfern an den Wangen geschminkte Mann mit Turban und Puffkleid stimmt ein melancholisches „Over the rainbow“ an und zieht damit mehrere Passanten in seinen Bann.

(Foto: Joanna Puzik)

Weiter auf dem Pfad begegnen wir einer riesigen grünblauen Libelle, die über unseren Köpfen hinweg stolziert und sich mit langsamen Bewegungen den Weg durch die Menschenmenge bahnt.

(Foto: Joanna Puzik)

Zwischendrin laufen Akrobaten des „Zirkustheater StandArt“ an uns vorbei und zwei radeln auf großen Nostalgierädern hinterher und begrüßen die Besucher des Kulturevents. Ihr Weg führte sie zum Spielplatz, wo die kleinen Besucher sicher schon auf den Jonglage- und Zauberauftritt des Zirkusteams warteten.

Kurz vor dem Ende des Weges, nahe des Skater Platzes machen sich gerade vier Musiker für ihren Auftritt bereit.

Das aus internationalen Künstlern bestehende „Alinde-Quartett“ ist extra aus Köln angereist und zieht schon eine halbe Stunde vor ihrem eigentlichen Auftritt zahlreiche Zuschauer an.  (Foto: Joanna Puzik)

Ihr Pavillon befindet sich nämlich auf einer Anhöhe, die durch eine steile Treppe hinaufführt und so ein echtes Bühnenfeeling erzeugt. Doch, bevor sie mit ihrem klassischen Musikprogramm starten, mischen coole Hipp Hopp Tänzer sich dazwischen und nutzen die Bühne für ihre Performance.

Das Dance Team rund um die Tänzer „Larage & Cube“ liefert ein echtes Westside-Story-Gefühl, wo moderne Moves im „Krumping-Style“ auf klassische Schubertfans treffen. (Foto: Joanna Puzik)
Ihr Streetdance-Act erntete lauten Applaus, von Jung, wie Alt. (Foto: Joanna Puzik)

Am Ende des Weges, am vollen Parkplatz der Kläranlage angekommen machen wir kehrt und treten den Rückweg an.

Auf diesem begegnen uns erneut magische Wesen, wie auch die nun umherwandernde Jazzband vom Anfang, die mit ihren jazzigen Beats die Menschen zu einigen Hüftschwingen animierte. (Foto: Joanna Puzik)

„Uns geht’s gut, egal ob es regnet oder die Sonne scheint – uns geht´s gut!“, wie sie eingangs über den offenen Spielplatzraum sangen.

Unsere AllesDetten Reporterin Joanna mit ihrer Familie (Foto: Joanna Puzik)

Fazit: Ja wirklich, Meckerliesen und Miesepeter gab es hier nicht zu sehen, vielmehr gut gelaunte Passanten, die entweder auf AllesDetten von dem Event gelesen haben oder, die vorab nichts wussten und auf ihrem Sonntagsspaziergang angenehm überrascht worden sind.

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