GSS sagt kurz vor Schulstart den Unterrichtsbeginn für heute ab

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Der Unterrichtsbeginn, der heute nach der „Corona-Pause“ auch bei der Geschwister-Scholl-Schule stattfinden sollte, wurde durch die Schulleiterin Maria-Theresia Wolter erst in den frühen Morgenstunden kurzfristig abgesagt, die Schüler wurden per digitaler Nachricht informiert.

Wie AllesDetten gegenüber mitgeteilt wurde, waren die am Abend zuvor vorgenommenen Reinigungsarbeiten einer externen Reinigungsfirma nicht zufriedenstellend ausgeführt worden, so dass die Schulleitung kurzfristig entschieden hat, dass hier aktuell kein Schulbetrieb durchführbar ist. Gerade in der derzeitigen Phase ist die Einhaltung der Hygienevorschriften über das normale Maß hinaus ein unbedingtes Muss.

Die Jahrgangsstufe 10, die also heute gemäß der Aufhebung der Aufhebung der Schulpflicht während der Corona-Pandemie durch das Land NRW den Unterricht wieder aufnehmen sollte, beginnt erst Morgen. Dabei sind ausreichend Vorkehrungen getroffen: die Schüler benutzen unterschiedliche Eingänge um in ihren jeweiligen Klassentrakt zu gelangen. Die Pausenbereiche sind vorgegeben, so dass die Klassenverbände unter sich bleiben, keine Mischung möglich ist. Die Laufwege sind vorgezeichnet, jeder Flur wird zur Einbahnstraße, so dass kein Begegnungsverkehr möglich ist. Die Klassenräume sind so möbliert, dass zwischen den Plätzen ausreichend Sicherheitsabstand gehalten wird.

Für das Gymnasium Martinum gab uns Schulleiterin Anne Jürgens bereitwillig Auskunft. Hier besteht für die Abiturjahrgänge keine Anwesenheitspflicht im Schulgebäude. Das Martinum verfügt über eine vorbildliche digitale Vernetzung mit den Schülern. Hier war bereits während der „Corona-Pause“ Unterricht in Form von Webinaren möglich. Dieses Angebot besteht auch weiterhin. Bei den Schülern erfolgte im Vorfeld eine Abfrage, wer verbindlich das Angebot in der Schule wahrnehmen möchte bzw. wer weiterhin zuhause bleiben möchte und somit dem möglichen Risiko einer Ansteckung aus dem Wege geht. Ins Schulgebäude gelangt nur, wer sich einer ausgiebigen Einlasskontrolle unterzieht. Masken sind Pflicht, im Gebäude stehen mehrfach Spender mit Desinfektionsmittel zur Verfügung, jeder muss sich hier die Hände desinfizieren. Auch hier sind die Möbel auseinander gezogen, maximal 12 Schüler pro Raum. Mittels Sitzplan wird dokumentiert, wer wo gesessen hat, damit a) jeder Platz auch immer nur von einem Schüler genutzt wird und b) im Infektionsfall die jeweiligen Sitznachbarn bekannt sind um eine Infektionskette bestenfalls bereits im Keim zu ersticken.

Beim Martinum war man glücklicherweise bereits vor der „Corona-Pause“ mit den Lerninhalten und Klausuren durch, hatte diese auch schon korrigiert und bewertet, so dass Jürgens bezüglich des Abiturs keine großartigen Probleme auf sich zukommen sieht. „Es kommt jetzt auf die Selbstdisziplin der Schüler an, wie diese die Zeit der Vorbereitung nutzen.“ – So die Schulleiterin, die einst selber ihr Abitur am Martinum gemacht hat.

In beiden Schulen fallen leider auch Mitglieder des Lehrerkollegiums aus, da diese aufgrund des Alters oder wegen Vorerkrankungen zur Risikogruppe gehören. Beim Martinum leiten diese Lehrer von zuhause aus die sogenannten Webinare, stehen den Schülern also per Videokonferenz zur Verfügung. An der Geschwister-Scholl-Realschule sind diese derzeit freigestellt, einige geben weiterhin Unterricht, haben hierfür aber ausdrücklich erklärt, jegliches Risiko auf sich zu nehmen.

1 Kommentar

  1. Unglaublich, wofür die Geschwister Scholl mit ihren Namen so alles hinhalten müssen – welche einst für humanistische Werte standen…

    In den Fluren sind rote Abstandsmarkierungen angebracht. Diese müssen eingehalten werden. Der Zugang zu den Räumen erfolgt ausschließlich durch die Aula. Die Durchgangstüren sind offen zu lassen. Auf den Tischen in den einzelnen Räumen sind Namensschilder aufgeklebt. Dort ist der vorgeschriebene Sitzplatz. Für die Pausenzeiten wird die Tür zu den Fahrradständern genutzt. Dort werden die Pausen auch verbracht. Die Aufsicht erfolgt durch die Lehrkraft, die in der vorhergehenden Stunde Betreuung hatte. Ohne Unterschrift auf dem Hygiene Schreiben ist kein Unterricht möglich.

    Vielleicht sollte man die Schule doch eher in „Comedy Club“ nach den aktuellen Vorkommnissen umbenennen?

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