56 Mitglieder hat der Stadtrat in dieser Wahlperiode, das ist die bisher stärkste Besetzung und auch die maximal mögliche Zahl. In der vorausgegangenen Periode lag die Besetzung noch bei 41, davor bei 38. Der Stadtrat setzt sich zusammen, zur Hälfte aus den Wahlkreissiegern (Direktmandate), die zweite Hälfte wird entsprechend der Stimmanteile, die die Parteien erhalten haben, aufgestockt (Liste).
Das bedeutet derzeit für Emsdetten, 19 Wahlkreise = 19 Direktmandate. Die CDU hat alle Wahlkreise mit ihren Kandidaten gewonnen insgesamt aber „nur“ knapp 35 % der Stimmen, das heißt sie dürfen auch in der Besetzung des Rates diesen Anteil nicht überschreiten.
Um das Wahlergebnis richtig darzustellen, wurden sogenannte Überhangmandate geschaffen.
Dieser aufgeblähte Rat ist den Grünen ein Dorn im Auge. Nicht nur, dass der Ratssaal damit logistisch seine Grenzen erreicht hat, die Kosten und der Verwaltungsaufwand sind dadurch erheblich geschwiegen. Die Effizienz und Effektivität hat aber keinesfalls zugenommen.
Die Beschlussvorlage der Stadtverwaltung für die heutige Sitzung des Haupt-, Finanz- und Steuerungsausschusses sieht jetzt eine Reduzierung der Wahlkreise von 19 auf 16 vor. Das würde bedeuten, dass die Wahlkreise neu eingeteilt werden müsssen, weil sie jeweils die gleiche Anzahl an wahlberechtigten Personen haben müssen. Der nächste Rat hätte damit 32 Sitze plus etwaiger Überhangmandate.
Wir haben hier mal die aktuelle Besetzung verglichen mit der Bestzung, wenn es denn nur 16 WK gäbe:
CDU 19 (aktuell), 16 (bei 16 WK)
Grüne 13 (aktuell), 11 (bei 16 WK)
SPD 12 (aktuell), 10 (bei 16 WK)
UWE 5 (aktuell), 4 (bei 16 WK)
Linke 3 (aktuell), 2 (bei 16 WK)
FDP 2 (aktuell), 1 (bei 16 WK)
Emsd.Liste 2 (aktuell), 2 (bei 16 WK)
Die maximal mögliche Zahl, die jetzt auch erreicht wäre, liegt dann bei 46 Ratsmitgliedern immer noch über dem der schon hohen Besetzung des Vorgängerrates. Die Mehrheitsverhältnisse sind durch Wählerwillen so vorgegeben und müssen dann natürlich auch umgesetzt werden.
Der HFSA wird heute die Vorlage beraten und anschließend eine Empfehlung für den Rat in seiner Sitzung am 12. Oktober 2026 aussprechen.




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