Gründächer in Emsdetten

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„Die Anfragen haben mich total erschlagen, – das war der Wahnsinn“ so begann Betina Loddenkemper vom FD 61 (Stadtentwicklung und Umwelt) ihre Ausführungen in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Klima, Umwelt und Mobilität (AKUM).

Das Interesse in der Bevölkerung an derartigen Maßnahmen scheint also groß zu sein. Insgesamt 50.000 € an sollen dafür zunächst in einem städtischen Fördertopf zur Verfügung gestellt werden.

Die Stadtverwaltung hatte hierzu einen Fragebogen erstellt.An der Umfrage haben sich sowohl Privatpersonen als auch Gewerbetreibende beteiligt. Mögliche Zielobjekte waren private Wohnhäuser, wie auch kombinierte Wohn- und Geschäftshäuser. Die große Mehrheit (90 %) jedoch zielte auf private Wohnhäuser ab.

Weitere Fragen befassten sich mit der Größe der zu begrünenden Fläche. Der größte Anteil lag hier bei ca. 50 m² (37,5 % der Antworten), etwas weniger hatten 100 m² zur Verfügung. Die Belastbarkeit der Dächer wurde abgefragt, nicht jedes Objekt dürfte die statischen Voraussetzungen haben.

Christian Sorge (Die Grünen) freute sich, dass die Grünen seinerzeit mit ihrem Antrag den Aufschlag zu dieser Aktion gemacht haben. Er schlug vor,  keinen festen Betrag zu fördern sondern eine Quote (bspw. 50 %) und man solle unbedingt darauf achten, dass der Fördertopf nicht mit zehn Großflächen ausgeschöpft werden sonder möglichs viele auch kleinere Objekte in den Genuss kommen.

Frank Achterkamp (SPD) hinterfragte, inwieweit inzwischen städtische Gebäude begrünt sind bzw. deren Begrünung geplant ist. Martin Dörtelmann, Technischer Beigeordneter der Stadt Emsdetten, konnte mitteilen, dass aktuell die neue Sporthalle an der Käthe-Kollwitz-Schule ein Gründach erhalten habe. Der derzeit im Bau befindliche Baubetriebshof sei dafür angedacht, aus Kostengründen habe man die Planungen aber zunächst zurückgestellt. Zudem sei hier auch eine Photovoltaik-Anlage auf Teilen des Daches vorgesehen. Der bevorstehende Anbau an der Feuerwehr werde ein Gründach erhalten. „Überall, wo es Sinn macht und umsetzbar ist, werden wir das machen.“ So Dörtelmann abschließend.

Bei einer Enthaltung (FDP) wurde der Beschlussvorlage zugestimmt.

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