„Gemeinsam mit Rücksicht“: Kooperationsaktion des Kreises wirbt für gutes Miteinander aller Verkehrsteilnehmenden Banner machen auf mögliche Gefahrensituationen im Radwegenetz aufmerksam

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Im Rahmen der Kooperationsaktion werden zunächst entlang des ersten Abschnitts der Triangel von Rheine über Neuenkirchen und Wettringen bis nach Steinfurt Banner aufgestellt. Diese sollen auf jeweilige Gefahrensituationen aufmerksam machen. (Foto: Kreis Steinfurt)

„Gemeinsam mit Rücksicht“ lautet das Motto einer Aktion des Kreises Steinfurt, der Kreis-Verkehrswacht Steinfurt, der Kreispolizeibehörde Steinfurt und der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. Gemeinsam wollen die Kooperationspartner für gegenseitige Rücksichtnahme und ein gutes Miteinander aller Verkehrsteilnehmenden im Radwegenetz werben. Freizeit- oder Alltagsradler mit und ohne Anhänger sowie mit und ohne elektrische Unterstützung, Rennradfahrer, Fußgänger mit und ohne Hund, Walker, Skater – sie alle nutzen besonders an Wochenenden und Feiertagen allein oder in Gruppen die gut ausgebauten Radwege im Kreis Steinfurt. Deshalb sollen zunächst an verschiedenen Orten entlang des ersten Abschnitts der Triangel von Rheine über Neuenkirchen und Wettringen bis nach Steinfurt Banner aufgestellt werden, die sämtliche Nutzer dieses künftig überwiegend bevorrechtigten Weges auf jeweilige Gefahrensituationen aufmerksam machen.

„Wir freuen uns, dass die Radwege, die künftigen Fahrradstraßen, so gut angenommen werden“, sagt Landrat Dr. Martin Sommer. Allerdings haben sich auch Meldungen über rücksichts- und gedankenloses Verhalten, Behinderungen oder gefährliche Situationen in den letzten Monaten gehäuft. Beispielsweise, wenn sich Freizeitradler oder Fußgänger sowie Rennradfahrer mit ihren unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Interessen begegnet sind, oder wenn sich eine Hundeleine quer über den Radweg gespannt hat. Die zurzeit laufenden und geplanten Umbaumaßnahmen auf den Bahntrassenradwegen zwischen Steinfurt – Rheine – Neuenkirchen – Wettringen – Ochtrup – und Metelen im Zuge der Triangel und der RadbahnMünsterland sollen dazu beitragen, dass mehr Radfahrer die schnellen, komfortablen Strecken für Fahrten zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkauf nutzen. Damit diese an sich verkehrssicheren Wege es auch bleiben, bittet der Landrat um Unterstützung aller Nutzer: „Nur wenn sich alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer umsichtig und rücksichtsvoll verhalten, werden diese Wege dauerhaft frequentiert. Und genau das beabsichtigen wir mit unseren neuen Velorouten. Denn durch den Umstieg aufs Rad soll unter anderem der Individualverkehr verringert werden.“

Warum die Kooperationspartner für die Aktion auf Banner setzen, erklärt der Leiter des Straßenverkehrsamtes Markus Möllers: „Wir sind auf eine Plakataktion des Designers, Marcus Wenning, aus Essen aufmerksam geworden. Er illustriert das Thema und die möglichen Situationen auf eine lustige, aber auch eine sehr augenfällige Weise.“ Das Geld für diese Präventionsmaßnahme kommt vom Bund. „Das gute Miteinander aller Verkehrsteilnehmer ist uns ein sehr wichtiges Anliegen“, betont Projektleiter Udo Schneiders. „Schließlich soll das Projekt ja dazu beitragen, die Zahl der Radfahrer, insbesondere der Alltagsradler, im Sinne eines verbesserten Klimaschutzes deutlich nach oben zu bringen. Deshalb finanzieren wir die Aktion über Öffentlichkeitsmittel aus dem Projekt Triangel, das über die Initiative ‚Klimaschutz und Radverkehr‘ des Bundesumweltministeriums gefördert wird.“ Geplant sind noch weitere Aktionen in Zusammenarbeit mit dem Umwelt- und Planungsamt sowie dem Straßenbauamt des Kreises.

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