Um 10 Uhr sollte die offizielle Eröffnung des Flohmarktes auf dem Platz hinterm Rathaus sein. Um 10 Uhr gingen bereits die ersten Käufer voll bepackt wieder nach Hause. Um 10 Uhr waren auf einigen Tapeziertischen bereits Lücken entstanden. „Der frühe Vogel fängt den Wurm!“ eine Weisheit, die wohl nirgendwo besser zutrifft als bei Flohmärkten. Bereits um 7 Uhr waren die ersten Händler vor Ort, bauten ihre Tische auf und stellten die mitgebrachten Waren so, dass sie für jeden vorbeischlendernden Passanten ins Auge fielen und den Wunsch auslösen sollten „Dich muss ich haben!“.
„Ich hatte noch nicht fertig ausgepackt, hab noch die letzten Dinge aus dem Wagen geholt, da hatte ich die ersten 50 Euro schon verdient.“ verrät uns einer der Aussteller.
„Die Standmiete ist schon wieder drin, – alles, was jetzt noch kommt, ist Gewinn!“, berichtet uns ein anderer noch vor 10 Uhr, – also bevor es eigentlich offiziell erst los geht.
Neben den üblichen Flohmarktartikeln gab es einen Stand aus Ochtrup mit einer Art „Halloween-Haushaltsauflösung“. Eine verblüffend echt aussehende „abgehackte Hand“, die beim Grüßen den „Besitzer wechselt“, lag auf dem Tisch. Augen schwammen in kleinen Glasbehältnissen in einer Flüssigkeit als wären sie für „Körperwelten“ präpariert worden…
Für die, die tatsächlich zu 10 Uhr erst gekommen sind, um noch ihren Stand aufzubauen, wurde es zu einer Herausforderung, sich mit dem mitgebrachten Tisch und den Kartons noch durch die Mengen zu kämpfen, – aber auch da wurden einige Waren direkt zu Fundstücken, blieben nicht lange liegen.
Um die Preise wurde gefeilscht, einige machten ein Spiel daraus, entwickelten eine besondere Taktik. Verhandelten als ging es um den Erwerb von 500 m² Baugrundstück.
















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