Ganz oben auf dem Wunschzettel: ein Brunnen

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(Foto: privat)

Auf ein herausforderndes Jahr blickt die Stiftung „Hilfe für Ntoma“ zurück. Neben der täglichen Arbeit mit den Kindern im Waisenhaus sowie weiteren Projekten gab es mit der Corona-Pandemie sowie dem Trinkwassermangel – bedingt durch den Klimawandel – weitere Herausforderungen, die Schwester Peninnah und ihre Mitarbeiter in Ntoma im Jahr 2021 zu meistern hatten.

Zum besseren Verständnis: Die Stiftung, die unter Federführung der Emsdettenerin Waltraud Bertels und ihrer Nichte Christina Günther 2013 gegründet wurde, sieht ihre Hauptaufgabe in der Finanzierung und dem Unterhalt eines Kinderheims nahe des Ortes Ntoma/Tansania, in dem Säuglinge und Kleinkinder aufgenommen und gepflegt werden. Ihre kurzen Lebensgeschichten sind alle sehr tragisch, insbesondere durch Aids sowie die hohe Müttersterblichkeit verläuft ihr Start ins Leben denkbar schlecht. „Die Kinder, die zu uns kommen, verbleiben etwa bis zum Alter von zweieinhalb Jahren im Kinderheim. Danach gehen sie nach Möglichkeit zurück in die Familien oder es wird versucht, sie an Adoptiveltern zu vermitteln“, erklärt Waltraud Bertels die Aufgabe ihrer Stiftung und führt weiter aus: „Wir möchten unser Hilfsprojekt noch nachhaltiger gestalten. Deshalb liegt uns auch die Schulbildung am Herzen, denn Bildung ist der Schlüssel für eine bessere Zukunft. Etwa 600 Euro kostet es, einem Kind in Tansania die Schulbildung für ein Jahr zu ermöglichen. Viele Familien können dieses Geld aber nicht aufbringen. Mit unserer finanziellen Unterstützung gehen aktuell 30 Kinder auf die nahegelegene Internatsschule. Unser Ziel ist es, über 100 Kindern aus Ntoma und Umgebung einen Schulbesuch zu ermöglichen.“

In diesem Jahr hatte das Corona-Virus auch das Land im Osten Afrikas fest im Griff. Nur wenige Menschen sind in Tansania bislang geimpft. Die gute Nachricht: Durch die umsichtige Fürsorge sowie bestmögliche Hygienemaßnahmen konnten die Kinder und das Personal im Waisenhaus bis heute vor dem Virus geschützt werden. Doch schon jetzt ist absehbar, dass die Pandemie dafür sorgen wird, dass weitere Säuglinge und Kleinkinder den Weg ins Waisenhaus finden werden. Um deren Versorgung bestmöglich zu gewährleisten, sind weitere finanzielle Kraftanstrengungen notwendig. Nahrung, Medikamente, Instandhaltung der Gebäude sowie die Löhne für die Angestellten, das alles wird durch die Stiftung finanziert. „Wobei ich immer gerne betone, dass sich das Kinderheim zu großen Teilen mit Nahrungsmitteln selbst versorgt. Wir bewirtschaften unsere Felder in Eigenregie, unsere Kühe geben Milch für die Kinder und das Trinkwasser wird in Wassertanks gesammelt“, so Waltraud Bertels. Doch die Trinkwasserversorgung treibt ihr mehr und mehr Sorgenfalten ins Gesicht: „Vor vier Jahren gab es in der Region um Ntoma ein heftiges Erdbeben, dessen Folgen wir bis heute spüren. An unseren Tanks hatten sich Haarrisse gebildet, die wir bislang immer durch Reparaturen beseitigen konnten. Zudem sorgt aber der Klimawandel mit langen, trockenen Sommerperioden gerade in den Ländern nahe des Äquators dafür, dass die Versorgung der Menschen mit Trinkwasser immer schwieriger zu bewerkstelligen ist. Auch wir mussten Wasser zukaufen.“ Deshalb hat sich die Stiftung für das kommende Jahr zum Ziel gesetzt, einen eigenen Brunnen auf dem Gelände des Kinderheims zu installieren. Dazu soll eine in Ntoma ansässige Firma, die auf Brunnenbohrungen spezialisiert ist, beauftragt werden. Dieses Vorhaben wird die Wasserversorgung des Kinderheims sichern, die tägliche Arbeit erleichtern sowie langfristig finanzielle Ressourcen schonen. Und die Umwelt profitiert auch, da kein Wasser in Kanistern mehr zugekauft werden muss. Etwa 9.000 Euro sind notwendig, um dieses Brunnenprojekt in die Tat umzusetzen. „Für unsere Stiftung ist das schon ein finanzieller Kraftakt, der neben den Kosten für den täglichen Betrieb des Kinderheims und unseres Schulprojektes voll zu Buche schlagen wird. Auf der einen Seite bin ich froh und glücklich, dass seit Jahren viele Menschen in Deutschland unsere Arbeit mit ihren regelmäßigen Spenden unterstützen. Das gibt uns eine gewisse Planungssicherheit. Doch der Klimawandel mit all seinen Herausforderungen macht es notwendig, weitere Spendengelder einzusammeln, um unser Hilfsprojekt nachhaltig auf sichere Füße zu stellen. Deshalb steht der Bau eines Trinkwasser-Brunnens für 2022 ganz oben auf unserer Wunschliste.“

Wer die Arbeit von Waltraud Bertels und ihrer Stiftung finanziell unterstützen möchte:

„Hilfe für Ntoma“
VR-Bank Steinfurt eG
IBAN: DE72 4036 1906 0038 0701 00
BIC: GENODEM1IBB

Da die Stiftung als gemeinnützig anerkannt ist, können auf Wunsch Spendenquittungen ausgestellt werden (info@helpforntoma.com).

Weitere Informationen zum Hilfsprojekt: www.helpforntoma.com

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