Karen Schwennen hat ein junges, hilfsbedürftiges Katzenbaby gefunden, sofort erkannt, dass medizinische Hilfe benötigt wird und gehandelt. Mit der dann folgenden Reaktion hat sie nicht gerechnet und hinterfragt jetzt, wie man sich richtig verhalten soll:
„Ich möchte auf einen aktuellen Fall in Emsdetten aufmerksam machen, bei dem ich ein sehr kleines, erkranktes Katzenbaby gefunden habe.
Ich habe das Kitten gesichert und als Fundtier gemeldet. Aufgrund seines sehr jungen Alters und seines gesundheitlichen Zustands war eine sofortige tierärztliche Behandlung notwendig. Wäre das Tier gesund und nicht akut behandlungsbedürftig gewesen, hätte ich selbstverständlich zunächst die Rückmeldung der Stadt abgewartet. In einem medizinischen Notfall ist das jedoch nicht möglich.
Von einem Finder kann nicht erwartet werden, zunächst auf eine Kostenzusage zu warten, wenn dadurch die notwendige Behandlung eines so jungen Tieres verzögert und sein Leben gefährdet werden könnte. Ich musste deshalb sofort handeln. Es ging ausschließlich darum, das Leben und die Gesundheit des Tieres zu schützen und seinen möglichen Tod zu verhindern.
Umso unverständlicher ist für mich, dass mir anschließend mitgeteilt wurde, die Katze sei ein „wildes Tier“ und damit kein Fundtier. Es handelt sich um ein aufgefundenes, offensichtlich hilfsbedürftiges Katzenbaby, das dringend medizinische Hilfe benötigte.
Aus meiner Sicht stellt sich deshalb eine grundsätzliche Frage: Was soll ein Finder tun, wenn ein sehr junges Tier akut erkrankt ist und sofort tierärztliche Hilfe benötigt, die Zuständigkeit für das Tier aber gleichzeitig bestritten wird?
Ein Tier in einem akuten medizinischen Notfall kann nicht auf eine Verwaltungsentscheidung warten.“




Die Städte und Gemeinden machen es sich wie
immer,verdammt einfach.
Einem Lebewesen ist immer zu helfen,egal ob Mensch
oder Tier. Die Kosten ob Wild oder Fundtier haben
Stadt ,Kumune oder Gemeinde zu tragen.
Da wird Geld für oft sehr fragwürdige Dinge rausgeworfen,da kommt es auf Kosten für den Tierarzt nicht mehr an.Im Gegenteil ,Tiere sind eh die besseren „Menschen“.
Ich habe grad selbst einen Fall, bzw. sechs Fälle wo ich allein gelassen bin.
Es geht um sechs Fundkitten, aus Emsdetten, von einer quasi Großbaustelle in Sachen ausgesetzte Katzen. Dort wurden viele Mamis mit Kitten ausgesetzt, die meisten sind im Tierheim Rote Erde untergekommen, mit Wartezeit, weil das TH echt an seine Grenzen kommt. Diese Wartezeit muss natürlich irgendwie überbrückt werden, das geht nur auf Pflegestellen der Katzenhilfen, welche auch bis unters Dach voll sind, oder Privatpersonen die Platz haben. Man muss natürlich die Fundkatzen im TH und beim Fundbüro melden, sonst macht man sich strafbar, Fundunterschlagung.
Also sitzen bei mir im Bad seit über einer Woche sechs Kitten, ca. 9 Wochen alt. Diese werden von mir gut gefüttert, Klöchen sauber halten, spielen und versuchen sie handzahm zu hekommen, weil diese in einem Waldgebiet geboren sind und keine Menschen kennen.
Das Tierheim hat Aufnahmestopp. Was ich dem Fundbüro der Stadt Emsdetten als Mail weiter geleitet habe, mit der Bitte um Aufwandsentschädigung, weil, Futter und Streu kosten richtig Geld. Die Mitarbeitenden schieben die Verantwortung dem TH Rote Erde zu, dieses muss sich um eine Unterbringung kümmern. Ja wohin denn? Voll ist voll. Und Zeit wird dort niemand haben um wen zu suchen der die Sechslinge aufnimmt.
Es ist allerdings so, junge Katzen werden mit ca. 5 Monaten geschlechtsreif, dann werden sie trächtig, werfen ca. 4-7 Kitten, keiner kümmert sich und das Elend geht los.
Viel zu jung kann die Mami die Kitten kaum ernähren, die ersten verhungern. Dann kommt der böse Katzenschnupfen, die nächsten versterben elendig an zugeschwollenen Atemwegen. Eiter in Augen und Nasen sind für alle noch lebenden ein Problem,. Aber sagen wir mal 3 Kitten überleben. Sind alles Weibchen. Unkastrierte Kater laufen zu Hauf überall rum, so die Erfahrung.
Diese werden nach 5 Monaten auch trächtig, bekommen 4-7 Kitten und der Kreislauf geht von vorn los. So hat man dann in dem Gebiet wo diese Katzen versuchen zu überleben, schnell 20, später 50, später 70… Wo soll das enden?
Einfangen, im TH unterbringen, kastrieren, kennzeichenen, nach Katzenschutzverordnung die seit 2021 im Kreis herrscht, und dann die Tiere versuchen zu vermitteln. Einzige Chance bei den vielen Katzen die allein in den letzten Wochen eingefangen wurden.
Und nun? Tierheime voll, keiner kann mehr aufnehmen, und wenn, gibt’s keinen der Zuständig ist, der Geld für die Tiere locken macht?
Ich werde wegen den Kosten nun nicht die Kitten wieder zurück in den Wald bringen, aussetzen ist übrigens eine Straftat. Aber allein gelassen fühle ich mich schon.
Allerdings würde ich jedesmal wieder Kitten einfangen und unterbringen.
Das Elend wird doch sonst immer größer. Kastrieren ist die einzige Möglichkeit eine weitere Vermehrung zu verhindern.
In diesem Sinne
Danke für Ihre Nachricht. Wir werden diese schnellst möglich bearbeiten.