Feuerwehr rückt wieder nach Erftstadt aus

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Es ist kurz nach 14 Uhr, als Willi Kemper den Einsatzbefehl vorliest, die ursprüngliche Anforderung kam von der Bezirksregierung Köln und wurde über Münster an die Stützpunkte weiter geleitet, die einen Wasserförderzug im Rahmen des Katastrophenschutzes NRW unterhalten. Um 14:30 Uhr wird aufgesattelt und die Kolonne macht sich auf den Weg ins Krisengebiet.

Einsatzort ist wieder Erftstadt, Einsatzdauer 14 Tage mit Option auf Verlängerung. Die Abbruchkante, die durch unzählige Fernsehbilder bekannt sein dürfte, droht weiter zu „wandern“, damit besteht unmittelbar Gefahr für weiteres Gelände und Wohnhäuser.

ca. 4.200 Liter Wasser fließen derzeit pro Sekunde durch die Erft in das Becken. Ziel des Einsatzes ist, so der „Marschbefehl“ der Einsatzleitung, dass die Bundeswehr (zum Großteil aus der Luft) einen Damm errichten soll, mit welchem man eine Umleitung der Erft erreichen will. Das, so Willi Kemper, soll heute am späten Abend fertiggestellt sein und dann würde der Emsdettener Förderzug, zusammen mit sechs weiteren Zügen aus NRW mit adäquatem Gerät, das Pumpsystem aufbauen und kann 50.000 Liter Wasser pro Minute abpumpen (in Summe mit den anderen Zügen also 350.000 Liter/Minute).
Auf den Weg machten sich heute zwölf Kameraden, einige Saerbecker Feuerwehrmänner unterstützen die Emsdettener. Für den Aufbau der Anlage sind diese auch zwingend erforderlich. Am Samstag und dann alle 48 Stunden wird die Truppe vor Ort durch neue Einsatzkräfte aus Emsdetten und Saerbeck getauscht. In welchem Umfang, ist im Moment noch nicht absehbar.

Kommt gesund wieder Jungs !!!

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