Familien orientieren und stärken im Kreis Steinfurt

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Auf ein erfolgreiches erstes Projektjahr blicken die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Leitung des Projektes „Familien orientieren und stärken im Kreis Steinfurt – FAMOS“ zurück. „Die Kontaktbeschränkungen im Rahmen der Corona-Pandemie haben in den vergangenen 12 Monaten die Akquise der Teilnehmenden und den Beziehungsaufbau unserer Coaches zu den Teilnehmenden sehr erschwert“, so Projektleiter Bernd Moorkamp. Trotzdem konnten 208 Personen, davon 64 Erwachsene und 144 Kinder, im Rahmen des Projektes im Jahr 2020 betreut werden.

FAMOS wendet sich an Familien und Eltern mit Kindern unter 18 Jahren, die Anspruch auf Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Kinderzuschlag haben. Von den Standorten in Ibbenbüren, Rheine und Greven besuchen die neuen Coaches die Teilnehmenden des Projektes im ganzen Kreisgebiet. „Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die aufsuchende soziale Arbeit“, so Moorkamp. Unter Corona-Bedingungen fanden die Beratungsgespräche aber auch auf dem Spielplatz, vor der Kita oder im Park statt. „Wir mussten kreativ sein und haben alle Möglichkeiten des Treffens außerhalb der Wohnung der Teilnehmenden ausgeschöpft, um die Beziehung zu den Eltern aufzubauen und den Kontakt aufrecht zu erhalten“.

Im Rahmen der individuellen Beratung unterstützen die Coaches die Teilnehmenden dabei, einen Weg (zurück) ins Arbeitsleben zu bekommen. Die Stabilisierung des familiären Umfeldes, die Sicherstellung der Kinderbetreuung sowie die Fortbildung und Qualifizierung der Erwachsenen sind Bausteine des Handelns. Zudem hilft die Vermittlung in Praktika, Brückenjobs und Mini-Jobs dabei, im Anschluss eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufzunehmen.

Ein weiteres Ziel des Projektes ist der Aufbau eines kreisweiten Netzwerks, dass Familien und deren Kinder berät und unterstützt und die vielen Hilfen aufeinander abstimmt und koordiniert.

FAMOS ist ein Projekt der WertArbeit Steinfurt gGmbH und der GEBA mbH (Gesellschaft für Berufsförderung und Ausbildung) und wird im Rahmen des Programms „AktiF – Aktiv für Familien und ihre Kinder“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Das Projekt läuft vom 1. April 2020 bis zum 31. Dezember 2022.

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