Erweiterung der Radabstellanlage am Hengeloplatz

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„Hierbei geht es nur um die Entwurfsplanung zur Erweiterung der Radabstellanlage.“, also rein um die Verlängerung des Gebäudes um eine Achse,  hat Technischer Beigeordneter Martin Dörtelmann den Ausschuss für Infrastruktur (AI) in seiner gestrigen Sitzung im Bürgersaal von Stroetmanns Fabrik ausgebremst. Dieser war nämlich, nachdem ja auch von der Verwaltung eine spätere Innenausstattung in mehreren Varianten vorgestellt war, schon in der Diskussion, ob das Innenleben der Erweiterung künftig der derzeitigen Ausstattung angepasst werden soll, eine Kompakt-Version oder gar eine High-End-Version zum Einsatz kommt.

Das Gebäude soll um 5,50 Meter, also um eine Achse in Richtung des Elektro-Marktes erweitert werden. Dabei können 170 neue Stellplätze geschaffen werden. Das äußere Erscheinungsbild wird natürlich der vorhandenen Fassade angepasst. Einzige erkennbare Änderung: durch die Verlängerung ist ein Rettungsweg auch in diesem Teil notwendig. Dieser wird durch eine Außentreppe geschaffen.

In Anbetracht der Zunahme von E-Bikes, Pedelecs oder auch Lastenrädern müssen hier einige derzeitige Standards angepasst werden. Da auch die Lenker immer breiter werden, wird künftig eine Stellfläche von 45 cm Breite pro Fahrrad nicht mehr ausreichend sein.

Die Bestandsmodelle kosten derzeit ca. 200,– €, die Kompakt-Version hat in den Doppelstock-Anlagen auf zweiter Ebene schon einen Gasfederzug, der die Handhabung enorm erleichtert. Was jetzt noch körperlichen Einsatz erfordert, könnte künftig mit zwei Fingern erledigt werden. Kosten pro Stellplatz 230,– €. Für 250,– € gibt es dann schon die High-End-Version mit Gasfeder und gummierten Griffen. Allerdings nehmen die beiden letztgenannten Varianten auch mehr Platz ein, in der Breite und in der High-End-Version auch in der Tiefe, so dass in einem Gang nicht zeitgleich zwei Radler an gegenüberliegenden Stellplätzen „einparken“ können.

Rolf Ohde (Die Grünen) sah wenig Sinn darin, wenn durch die breiteren Varianten am Ende 50 Stellplätze wegfallen. Christoph Huesmann (Die Linke) stimmte dem bei. Manfred Dietz (CDU) warf jedoch ein, dass so eine Abstellanlage von der Akzeptanz der Bürger lebe und um diese zu erreichen, solle man es den Nutzern so einfach wie möglich machen. Dietz schlug dann vor in einer Probephase den Alltag zu testen.

Der Beschlussvorlage wurde dann einstimmig zugestimmt. In der November-Sitzung des AI wird es dann eine neue Vorlage geben, die dann auch die innere Ausführungsplanung enthält.

2 Kommentare

  1. Moin, warum kann man nicht ein Fahrrad Rückwärts einparken und das andere Vorwärts? Dann brauchen wir nicht soviel Platz. Und ich fände es auch gut, wenn noch ein Stockwerk, drauf kommt. Wenn es denn, mit der Statik passt.
    Gruß Petra Brüning

  2. Warum nicht ?
    Die abgestellten Fahrräder in der Bahnhofsstr., Emsstr, oder in Bahnhofsnähe sind immer wieder ein großes Ärgernis. Kunden und Kundinnen der Innenstadt suchen an diesen Stellen oft vergeblich eine Parkmöglichkeit für ihr Rad.
    Auch für ankommende Gäste mit der Bahn reiben sich verwundert die Augen. wenn sie den Bahnhof verlassen.
    Die Erweiterung der Fahrradabstellanlagen kann das Problem vielleicht mindern.
    Mein Vorschlag: den Parkplatz neben dem Bahnhof ( am ehem? Arbeitsant) umzunutzen. Die hier abgestellten PKW gehören zum grö0ten Teil Arbeitspendlern. Sie würden Platz im neuen Prakhaus finden.
    Auf der freien Fläche könnten Abstellbügel ohne größeren Aufwand installiert weren, Der Zugang von dort zu den Bahnsteigen ist ideal. Eine Überdachung ist nicht nötig da die Räder in der Stadt auch ohne Schutz vor Regen, Schnee und Wind stehen, Eine bessere Überwachung ist auch möglich.
    Einige Parkplätze für PKW und Taxen ? können bestehen bleiben, um Besuchern der Wohnanlage ein zeitlich begrenztes Parken zu ermöglichen.
    Von der Ersparnissen an Steuergeldern bei einer Nichterweiterung der Radanlage will ich gar nicht sprechen.

    Es ist auch ein gutes Zeichen, dass PKW nicht immer Priorität haben .

    Gruß
    Leonhard Bisping

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