Er soll der neue Chef auf dem Parkett werden: Freddy Stüber

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Frederik ist sein eigentlicher Vorname, „so werd ich aber eigentlich nur noch von meiner Großmutter genannt“, wirft der sympathische Neuzugang in die Runde der Pressekonferenz des TVE und bietet gleich allen Anwesenden pauschal das Du an. Diese PK findet in den Räumen der Volksbank Münsterland Nord eG statt, verkündet VoBa-Chef Ulrich Weßeler stolz, dass es sich dabei auch um die erste Veranstaltung handelt, zu der er in diesem Verbund begrüßen darf. „Nach drei Jahren Verhandlungsphase ist es uns gelungen, aus der VR-Bank Kreis Steinfurt eG im Zusammenschluss mit weiteren Volksbanken zur zweitgrößten Genossenschaftsbank in NRW zu werden.“ Die nominelle Fusion ist mit dem 01. September erfolgt, die technische Umstellung wird am kommenden Wochenende stattfinden.

Die Volksbank Münsterland Nord eG hat eine Spielerpatenschaft für Stüber übernommen, ist mit dem Logo auch exklusiv auf dem Trikot mit der Nummer 28 vertreten.

TVE-Trainer Aaron Ziercke hat Stüber direkt zum Kapitän der Grün-Weißen gemacht, dass er noch Chef auf dem Spielfeld wird, davon sind alle Beteiligten überzeugt, bleibt aber noch unter Beweis zu stellen. Zunächst einmal steht sein Einsatz beim Auftaktspiel in die neue Saison, Anfang Oktober, noch in den Sternen: „Wir alle sind heiß darauf, wieder zu spielen, nach fünf, sechs Monaten wollen auch wir wieder arbeiten. Meine Verletzung (gebrochener Finger) dürfte bis dahin ausgeheilt sein, wir werden aber auf Sicherheit setzen und lieber eine Woche länger schonen, als dass zu früh eine Überlastung provoziert wird.“ Am Training nimmt Stüber bereits teil, ist auch im Trainingslager ab Samstag in Barsinghausen dabei, verzichtet lediglich auf den Ballkontakt.

Das Testspiel gegen Hildesheim in dieser Woche ging verloren. Rückraumspieler Sören Kress stellt fest: „Hier haben wir noch einige Fehler gemacht, das hätte eigentlich nicht passieren dürfen. Wir haben viel ausprobiert und wissen jetzt, welche Aufgaben noch vor uns stehen.“ und Heike Schürkötter ergänzt: „Das ist ja auch der Sinn von Vorbereitungsspielen: Punkte müssen in der Meisterschaft gesammelt werden, in der Testphase wird experimentiert.“ Und auch verletzungsbedingte Ausfälle, wie aktuell bei Stüber, muss man kompensieren, denn das wird in der laufenden Saison auch passieren.

Und eben diese laufende Saison ist auch noch ein Brief mit sieben Siegeln: Die Umstände, unter denen sie denn dann tatsächlich am 02. Oktober starten soll, werden regelmäßig in Telefonkonferenzen mit der HBL, mit den anderen Vereinen, mit der Politik auf Landes- und Bundesebene, erläutert. Hygienekonzepte werden vorgelegt. Auch Emsdetten hätte viele Möglichkeiten, hat Szenarien von 300 bis 1.000 Zuschauern erarbeitet. „Geisterspiele“, das hat das Testspiel gegen Hildesheim gezeigt, sind doch etwas Anderes. Stüber und Kress sind sich einig, dass gerade beim Handball die Atmossphäre in der Halle wichtig ist. Der neue Kapitän weiß aber auch gleichzeitig, dass das Vor- und Nachteile haben kann. – Das Auftaktspiel des TVE ist auswärts in Hamm anberaumt und da würde die Mannschaft ganz sicher ein Hexenkessel erwarten, der nicht grün-weiß unterstützen wird…

Achja – Sören Kress ist für die Mannschaftskasse verantwortlich, seine Aufgabe (übrigens hat jeder in der Mannschaft eine Aufgabe, – Freddy Stüber ist z.B. für’s Shampoo zuständig) ist es unter anderem, Strafgelder zu kassieren. So kostet beispielsweise jede Phrase einen Euro, – Stüber hat gleich zugegeben: „Ich werden mir monatlich eine Flatrate kaufen!“

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