Emsdetten zeigt Flagge gegen Atomwaffen

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(Foto: Stadt Emsdetten)

Am Montag, 8. Juli 2024, hisste die Stadt Emsdetten die Flagge für den Frieden. Bürgermeister Oliver Kellner präsentierte zudem gemeinsam mit Ralf Deupmann, Sachgebietsleiter Grün am Baubetriebshof der Stadt Emsdetten, sowie Markus Stegemann, Teamleitung Steuerungsunterstützung, den bereits angezüchteten Samen eines von der Atombombe in Hiroshima versehrten Ginkgo-Baumes.

(Foto: Stadt Emsdetten)

Die Aufzucht von Samen atomar geschädigter Bäume aus Hiroshima ist ein Friedensprojekt aus dem Aktionsplan der Mayors for Peace. Dazu stellt die Organisation Ginkgo-Samen der 2. Generation bereit, um in den zum Netzwerk gehörenden Städten ein Zeichen des Friedens und der Verbundenheit im gemeinsamen Bestreben für eine dauerhaft nuklearwaffenfreie Welt zu setzen.

Die in Emsdetten eingetroffenen Samen werden zunächst weiterhin durch den Baubetriebshof angezüchtet und anschließend an einen besonderen Platz auf Hof Deitmar gepflanzt. Um diese Botschaft bereits im Stadtbild sichtbar zu machen, wird der für das Foto genutzte Ginkgo-Baum schon bald ebenfalls an eine prominente Stelle des Kulturhofes gesetzt. Ist der echte „Hibaku-Baum“ mit Ursprung in Hiroshima groß genug, kommt er dazu.

„Hibaku-Bäume“ sind Bäume, die den Atomangriff auf Hiroshima 1945 überlebt und trotz verbrannter Stämme neue Knospen ausgebildet haben. Sie gelten in Japan als Symbol für Hoffnung und Lebensmut.

Der Flaggentag, der auf Kriege, Klimawandel und die weltweite Bedrohung der Demokratien aufmerksam machen will, fand in diesem Jahr in rund 600 deutschen Städten statt. Emsdettens Bürgermeister Oliver Kellner betonte: „Mir ist die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sehr wichtig. Besonders aufgrund der aktuell angespannten Lage in Europa und der Welt ist es mir ein wichtiges Anliegen, ein Zeichen gegen den Krieg und für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen zu setzen. Daher ist es mir auch eine Ehre, den Samen eines „Hibaku-Baumes“ hier in Emsdetten einpflanzen zu dürfen – als Zeichen der Hoffnung und der Verbundenheit aller Menschen dieser Erde.“


Am Flaggentag erinnern die Mayors for Peace an das Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag vom 8. Juli 1966, das feststellte, dass sowohl die Androhung des Einsatzes als auch der Einsatz von Atomwaffen gegen das Völkerrecht verstoßen. Auch stellte er fest, dass die völkerrechtliche Verpflichtung besteht, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.“

Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Mehr als 8.390 Städte in 166 Ländern gehören zum weltweiten Netzwerk – darunter 895 Städte in Deutschland. Sie alle setzen sich für die Abschaffung von Atomwaffen ein.

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