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Donnerstag, Juli 16, 2026
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„Emsdetten spielt“ – immer dienstags in den ungeraden Wochen

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Glücksspiel im Hinterzimmer verruchter Kneipen – das mag es sicherlich, wenn auch verboten, irgendwo geben, im Westfälischen Hof aber treffen sich gestern Abend ca. 20 Zeitgenossen unterschiedlichen Alters um Spiele zu testen. Brettspiele in diesem Fall des Spiele-Verlages Pegasus. „Swindler“, „Monster Inn“, „Caldere Park“ und „Kuzooka“ sind erst in diesem Jahr erschienen, befinden sich noch in der Einführungsphase. „Emsdetten spielt“ ist ein offener Treff spielbegeisterter fröhlicher Menschen die sich alle zwei Wochen jeweils am Dienstagabend treffen und den Alltag mal für einige Stunden vergessen.

Während vor der Pankratiuskirche durch die Feuerwehr der große Weihnachtsbaum aufgestellt wird, werden hier verschiedene Brettspiele ausgepackt. Heute dann mit besagten Neuerscheinungen. Die Spiele wurden vom Verlag zur Verfügung gestellt, dafür muss anschließend jeder Mitspieler eine Bewertung abgeben, noch fix 1-2-3 Fotos als Nachweis, dass es sich um einen öffentlichen Spieleabend handelt und fertig ist die Rückmeldung an den Verlag.
Schnell bilden sich Gruppen an den einzelnen Spieltischen. Jakob, Denise, Ulrike und Jenny haben sich als erstes für „Caldere Park“ entschieden. Jenny erklärt den übrigen am Tisch die Regeln. Hier muss versucht werden Tiere anzusiedeln. Dass sich hierbei am Ende ein Rudel Elche um eine Wasserstelle in der Wüste tummelt, klingt zwar etwas irreal ist aber eher zweitrangig – „Klimawandel“ wird gewitzelt. Entscheidend ist vielmehr Strategie – und natürlich auch ein bißchen Glück. Abschließend werden die Punkte addiert oder eben auch subtrahiert, abhängig davon wie clever man die 35 Plättchen nach und nach legen konnte. Die Bewertung aus dieser Runde ist durchweg positiv.

Etwas verhaltener dagegen als in der nächsten Runde die Tische gewechselt werden, auch die Teilnehmer mischen sich neu. Diesmal sitzen Matthias, Birgit, Ulrike, Denise und Kira am „Kuzooka“-Tisch. Wieder ein Brettspiel mit Tieren. Das Besondere hier: man spielt nicht gegen- sondern miteinander. Die Tiere möchten aus dem Zoo ausbrechen, haben dafür einen langen Weg vor sich. Die meisten Akteure spielen „Kuzooka“ zum ersten Mal, – Matthias erklärt, immer wieder gibt es Verständnisfragen, aber nach und nach fällt der Groschen, der Sinn ist erkannt und man ist sich einig, das muss man möglicherweise öfter spielen um die verschiedenen Situationen durchlebt zu haben.

Alle Tische sind in ihren Spielen vertieft, voll bei der Sache, da wird die bestellte Portion Pommes schon mal kalt. Tische und Spielpartner werden an diesem Abend noch mehrfach gewechselt. „Die meisten sind immer so bis 22 Uhr hier,“ verrät uns Jenny, „es kann für einige aber auch schon mal in Richtung Mitternacht gehen.“ Seit 2018 trifft sich diese Runde, mit corona-bedingter Unterbrechung, aber jetzt wieder regelmäßig. Rund 30 „Strategen“ sind mehr oder weniger aktiv. „Es kann sein, dass wir an einem Abend mal nur sechs Personen sind, dafür dann beim nächsten Mal zwölf.“ Heute ist die Gruppe besonders groß, – mag damit zusammenhängen, dass glutneue Spiele angekündigt wurden – und vielleicht ja auch, dass über AllesDetten dazu eingeladen wurde, viele neue Gesichter waren heute dabei. Tolle Idee, abwechslungsreicher Ausgleich.

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