Emsdetten ist jetzt Wanderbahnhof NRW 2022

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(Foto: Schwegmann)

„Da es sich bei der Außenhaut des Emsdettener Bahnhofs um eine Glasfassade handelt, gestaltet sich die Anbringung der verliehenen Plakette noch als schwierig, lässt sich Glas doch so schlecht bohren und schrauben.“ So Helmuth Schäckel im Anschluss an die Veranstaltung auf der Suche nach einem geeigneten Platz.

Aber zurück auf Anfang: Kein geringerer als der amtierende NRW-Landesminister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, Oliver Krischer, überbrachte im Beisein einiger geladener Gäste die Botschaft und überreichte Emsdettens Bürgermeister Oliver Kellner die Auszeichnung. Krischer hatte sich zuvor ins Goldene Buch der Stadt Emsdetten eingetragen.

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„Als ich heute beim Frühstück mit meiner Frau den Tagesplan durchgegangen bin und ihr vom Wanderbahnhof 2022 erzählt habe, mutmaßte diese, ich würde den Tag im Sauerland oder in der Eifel verbringen.“, so der Minister in seinen Eingangsworten. Dass man auch in Emsdetten wandern kann, davon habe er schon gehört und wolle dies ganz bald auch selber mal ausprobieren. Als ausgewiesener Naturfreund und Vogelliebhaber, der der Minister sei, ergeben sich hier beispielsweise im Emsdettener Venn ungeahnte Möglichkeiten.

Emsdetten stand in diesem Jahr in der Endrunde in ganz enger Konkurrenz zu Haltern am See und Königswinther, reiht sich nahtlos in die Schar der bisherigen Gewinner ein: 2010 Iserlohn, 2011 Heimbach, 2012 Lennestadt-Altenhundem, 2013 Billerbeck, 2014 Schladern, 2015 Soest, 2016 Werdohl, 2018 Winterberg, 2019 Overath und 2020 Sondern am Biggesee.

(Foto: Schwegmann)

Kriterien für die Vergabe seien unter anderem der freundliche Aufenthalt gewesen, die Barrierefreiheit, das umliegende Freizeitangebot, die im Bahnhof ansässigen Dienstleistungen wie Gastronomie, der vielseitige Kiosk oder tatsächlich noch eine besetzte Fahrkartenausgabe. Das angrenzende Fahrradparkhaus, die absolut zentrale Lage: „Man steigt aus dem Zug aus und befindet sich praktisch schon in der Innenstadt.

Bürgermeister Oliver Kellner bedankte sich für die Auszeichnung und ging auf den wirtschaftlich so wichtigen Faktor Tourismus ein. Emsdetten sei eine Fahrradstadt. Viele Emsdettener haben gerade während der Pandemie wieder entdeckt, welch vielseitige Möglichkeiten es gibt, die Heimatstadt mit Wanderschuhen oder dem Fahrrad zu erkunden und immer wieder schöne Ecken gefunden, die ihnen bislang verborgen geblieben sind.

Helmuth Schäckel ging als zuständiger Fachdienstleiter auf den langen Weg ein, den die Stadt Emsdetten zusammen mit der Deutschen Bahn gegangen ist um das zu bekommen was man heute hier sieht. „Häufig hat es zwischen beiden Seiten „geknistert“ aber am Ende hat man sich im Sinne der Sache geeinigt und ist zu einem für alle Beteiligten akzeptablen Ergebnis gekommen.“ Und Emsdetten hat, schaut man sich andere vergleichbare Städte an, einen absoluten Vorzeigebahnhof.

Für Lukas Furth, Geschäftsführer des Verkehrsvereins, kommt diese Auszeichnung eigentlich zu früh. Befindet sich der Verkehrsverein doch aktuell zusammen mit der Stadtverwaltung und Politik in der Entwicklung eines neuen Konzeptes in dem unter anderem das Wandern und Radfahren in den Naherholungsgebieten Emsdettens neu entdeckt werden soll.

(Foto: Schwegmann)

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