Drei Unternehmen im Kreis Steinfurt für ihre gesellschaftliche Verantwortung ausgezeichnet

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Kreisdirektor und kommissarischer Landrat Dr. Martin Sommer (l.) übergab zusammen mit Birgit Neyer (Geschäftsführerin WESt; 2. v. rechts) und Dr. Udo Westermann (CSR Kompetenzzentrum Münsterland; rechts) die Zertifizierungsurkunde an Jörg Streiter (Geschäftsführer Natura Holzbau GmbH; 2.v.l.) und Tobias Schütte (Natura Holzbau GmbH; Mitte).

Vom betrieblichen Gesundheitsmanagement der Natura Holzbau in Rheine über eine eigene Produktlinie nach ökologischen Richtlinien der Ludgerus-Apotheke aus Altenberge bis hin zum nachhaltigen Essensangebot für die Mitarbeitenden sowie Gäste der LWL-Klinik in Lengerich – die Maßnahmen, die Betriebe auf ihrem Weg zum gesellschaftlich verantwortlichen Unternehmen ergreifen, sind vielfältig. Kreisdirektor Dr. Martin Sommer und die Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft (WESt), Birgit Neyer, überreichten nun die Zertifikate an die drei „Corporate Social Responsibility“ -Unternehmen im Kreis Steinfurt.

Freuen sich über die Zertifizierung der LWL-Klinik in Lengerich (v.l.): Eckart Grundmann (Effizienz Agentur NRW), Andrea Telljohann (LWL Klinik, Vorsitzende des Örtlichen Personalrats), Birgit Neyer (WESt), Ursula Münsterjohann (LWL Klinik, QM-Beauftragte), Raphael-Ralph Meier (Kreisbrandmeister), Dr. Christos Chrysanthou (LWL-Klinik, Ärztlicher Direktor), Thomas Voß (LWL-Klinik, Kaufmännischer Direktor), Dr. Udo Westermann (CSR Kompetenzzentrum Münsterland), Mechthild Bischop (LWL-Klinik, Pflegedirektorin), Mattias Löb (LWL-Direktor) sowie Kreisdirektor und kommissarischer Landrat Dr. Martin Sommer.

„Corporate Social Responsibility“ (CSR) ist ein Unternehmenskonzept, das die gesellschaftliche Verantwortung im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens im Blick hat. Betriebe, die wie Natura Holzbau, die Ludgerus-Apotheke und die LWL-Klinik in Lengerich freiwillig soziale, ökologische, ethische, Menschenrechts- und Verbraucherbelange in ihre Betriebsführung integrieren, erhalten diese Auszeichnung. „Diese drei Unternehmen aus dem Kreis Steinfurt machen vor, dass wirtschaftlicher Erfolg allein nicht alles ist. Sie zeigen Haltung und übernehmen Verantwortung für ihre Mitarbeitenden und die Gesellschaft als Ganzes“, lobt Dr. Sommer bei der Zertifikatsübergabe. Birgit Neyer, die als Jurymitglied in dem Prüfungsgespräch am Ende des Projektes eng in den Prozess der Zertifizierung eingebunden war, erläutert, wie sich gesellschaftliche Verantwortung konkret auszahlt: „Zum einen machen sich Energie- und Materialeffizienz auch wirtschaftlich für die Unternehmen bezahlt. Zum anderen sind mitarbeiterorientierte und sozial verantwortliche Betriebe besonders bei jungen Fachkräften beliebt.“

Kreisdirektor und kommissarischer Landrat Dr. Martin Sommer (l.) übergab beim Ortstermin in Altenberge zusammen mit Dr. Udo Westermann (CSR Kompetenzzentrum Münsterland; 2.v.l.) und Birgit Neyer (WESt; rechts) das Zertifikat „CSR Unternehmen Münsterland“ an Ingrid Wegener von der Ludgerus Apotheke.

Im November 2018 machten sich die drei zertifizierten Unternehmen auf den Weg zur Zertifizierung. In einer Workshopreihe des CSR Kompetenzzentrum Münsterland, die an den Bedürfnissen der teilnehmenden Betriebe ausgerichtet wird, erarbeiteten sie ihre individuellen „CSR-Fahrpläne“ – entlang der betrieblichen Handlungsfelder „Arbeitsplatz und Mitarbeiter“, „Umweltschutz“, „Produktverantwortung und Markt“ sowie „Gemeinwesen“. So entstand eine Handlungsgrundlage für konkrete Maßnahmen, die nun umgesetzt werden. „Um ihre werteorientierte Grundhaltung sichtbar zu machen, haben die Unternehmen viel Zeit investiert, dies in konkreten Maßnahmen sichtbar zu machen“, sagt der Leiter des CSR Kompetenzzentrums Münsterland, Dr. Udo Westermann. Die drei Unternehmen aus dem Kreis Steinfurt haben ihren Prozess und dessen Ergebnisse in CSR Reports veröffentlicht. Diese sind verfügbar auf der Website des CSR Kompetenzzentrums Münsterland unter www.csr-muensterland.de.

Doch mit der Auszeichnung endet nicht das Engagement der Teilnehmenden – im Gegenteil: Da die gesellschaftlichen und marktrelevanten Rahmenbedingungen sich ständig verändern, müssen auch die CSR-Unternehmen ihre Strategie laufend überprüfen und gegebenenfalls anpassen. „Mit CSR ist man nie fertig!“, so Dr. Westermann.

 

 

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