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Montag, Oktober 19, 2026
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Die Saatkrähen am Alten Fährweg werden den Anwohnern wohl erhalten bleiben

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(Foto: pixabay)

Sechs Bürgeranträge liegen der Stadtverwaltung vor. Diese Anträge sind von der Verwaltung geprüft und aufgearbeitet worden. So gern die Politiker im Auschuss für Klima, Umwelt und Mobilität (AKUM) diesen Anträgen nachgekommen wären, so sehr sind ihnen leider die Hände gebunden.

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(Foto: Beschlussvorlage der Stadt Emsdetten)

„Seit etwa drei Jahren hat sich die Saatkrähenkolonie in dem kleinen Eichenwald am Alter Fährweg zwischen Siedlung und Spielplatz angesiedelt. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Siedlungsbereich fühlen sich einige Anwohner durch die Lautäußerungen der Saatkrähen gestört. Anfang 2021 wurde die erste Beschwerde aufgrund von Lärmbelästigung durch die Saatkrähen von einem Bürger an die Verwaltung herangetragen. Die Stadt hat sich des Problems der Anlieger angenommen. Im August hat ein Vor-Ort-Termin mit ca. 10 Anwohnern stattgefunden. Neben den Aussagen zur Lärmbelästigung einiger Anwohner
gab es auch Rückmeldungen einiger Anlieger, dass die Ansiedlung von den Saatkrähen sie nicht besonders störe. Bei einem Termin im Oktober mit der UNB und dem Landesamt für Natur- Umwelt- und Verbraucherschutz NRW (LANUV) wurde das Thema fachlich bespro-
chen. Bei einem anschließenden Bürgergespräch im Dezember im Rathaus, bei dem eben-
falls die UNB und 13 Bürger/innen teilnahmen, wurden die Ergebnisse dessen besprochen.“

Weiter heißt es in der Beschlussvorlage: „In dem Eichenbestand am Alter Fährweg befinden sich zur Zeit etwa 55 Saatkrähennester. Auf die Anzahl an Brutpaaren kann daraus nicht direkt geschlossen werden. Nach einer Machbarkeitsstudie zur Umsiedlung von Saatkrähenkolonien im Oberen und Unteren Rißtal im Landkreis Biberach aus dem Jahr 2015 ist bekannt, dass häufig nicht alle Nester besetzt werden und die Anzahl der Brutpaare um ein Drittel geringer ist, als die Anzahl der Nester.
Seit etwa drei Jahren brüten die Vögel in den Eichen in der Zeit von Ende Februar bis Juni. Un-
ter anderem wegen der über den gesamten Tag andauernden Lautäußerungen der Tiere in
dieser Phase, gibt es massive Beschwerden von Anwohnern“

Dajana Prinz, in der Stadtverwaltung zuständig für Baum-, Natur- und Umweltschutz stellte dem Plenum ausführlich den Sachstand in dieser Angelegenheit vor. Die Saatkrähen, wie auch das Gelände, in dem sich diese Kolonie aufhält, stehen unter Schutz. Von der Unteren Naturschutzbehörde wurde ihr bereits signalisiert, dass ein Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung nicht von Erfolg gekrönt sein dürfte. Das heißt im Klartext: jegliche Form, die Tiere zu vergrämen oder anderweitige Bemühungen, den Bestand zu verringern, seien nicht erlaubt.

„Die hohen Kosten für ein Gutachten“, so Christian Sorge (Die Grünen) „zur Feststellung, dass die Lärmbelästigung oberhalb des Zumutbaren liegt, kann man sich also auch sparen.“

Manfred Dietz (CDU) erinnerte, dass vor einigen Jahren sich Im Hagenkamp eine Kolonie seßhaft gemacht hat. Da wurde der Bestand seinerzeit gemindert und seitdem sind die Belastungen spürbar zurückgegangen.
Seitens der Verwaltung wurde dann erklärt, dass in dem Fall während eines großen Sturmes einige Bäume inklusive Nester Opfer des Unwetters geworden sind. Solche Ereignisse haben aber auch immer die Begleiterscheinung, dass die vorhandene Kolonie sich dann splittet und an anderer Stelle neue gegründet werden.

Sorge und Jürgen Osterhoff (SPD) stießen dann ins gleiche Horn: „So sehr wir die Belastung für die Anwohner nachvollziehen können und diesen Zustand ändern möchten, so sehr sind uns auch die Hände gebunden, haben die uns möglichen Rechtsmittel wenig Aussicht auf Erfolg.“

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