Die Eichen am Biekmeresch sollen auf jeden Fall erhalten bleiben

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(Foto: Präsentation ThyssenGas/Google Maps)

…so das mehrheitliche Votum des AKUM (Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität) in seiner gestrigen Sitzung. Auch hier gilt, weil keine Präsenzsitzung sondern lediglich als online-Konferenz, es ist lediglich eine Empfehlung die jetzt dem Rat vorgelegt wird. Sachlich beraten dürfte das Thema wohl kaum erneut werden, die Diskussion hat im Fachausschuss ausführlich stattgefunden.

Peter Alexewicz und Christian Bischoff hatten zu Beginn der Sitzung die Ergebnisse der Such-Schachtungen vorgestellt und dabei beide Szenarien in Betracht gezogen, die nachher zur Abstimmung kommen sollten.

Laut Beschlussvorlage der Stadtverwaltung gab es zwei Optionen:

  1. Die Gashochdruckleitung der Thyssen-Gas bleibt in der vorhandenen Trasse. Vier der fünf betroffenen Bäume müssen unmittelbar gefällt werden. Die Firma Thyssen-Gas wird standortgerechte und hochwertige Ersatzpflanzungen durchführen.
  2. Die Gashochdruckleitung der Thyssen-Gas wird in die dargestellte alternative Trasse (Anm.: unter den Gehweg) verlegt. Es werden keine Bäume unmittelbar gefällt. Es erfolgen keine Ersatzpflanzungen durch die Firma Thyssen-Gas, bei einer späteren Fällung der Bäume.

Ein gewisses Restrisiko besteht natürlich immer. Bei einem Eingriff in die Bodenstruktur wird besonders das Feinwurzelwerk erheblich in Mitleidenschaft gezogen, darauf wies Christian Bischoff ausdrücklich hin. Das könnte zur Folge haben, dass die Bäume wesentlich schneller absterben.

Christian Sorge (Die Grünen) erinnerte in diesem Zusammenhang an die Rotbuche am Berkemeyer-Kreisel, die ursprünglich auch abgeholzt werden sollte. Dieser stadtbildprägende Baum habe sich aber der neuen Verkehrssituation und den Mehrbelastungen hervorragend angepasst und prächtig entwickelt. Ähnliches Szenario erhoffe er sich auch von den Eichen am Biekmeresch.

„Eine perfekte Lösung wird es nicht geben.“ so Manfred Dietz (CDU). Die Erhaltung der Bäume sei von Anfang an das Ziel dieses Gremiums gewesen und wenn dieses nun möglich scheint, ist erreicht, was man wolle.

Mit 16 Stimmen für Variante 2 und lediglich der Stimme von Beate Harmssen (FDP) für Variante 1 geht dieses Votum jetzt zur Ratifizierung in den Rat.

 

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