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Sonntag, Juli 12, 2026
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Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) berichtet von ihrer Jahreshauptversammlung

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(Foto: privat)

Mit einem Appell an die Politik eröffnete der AWO-Vorsitzende Herbert Speemanns die Mitgliederversammlung: „Wenn das jetzt zu schnürende dritte Hilfspaket der Bundesregierung keine durchgreifenden finanziellen Hilfen für Rentner, Sozialhilfeempfänger, Einkommensschwache und Studierende aufweist, wird es in diesem Herbst und Winter erhebliche Unruhen in diesem Land geben“. Speemanns schreibt insbesondere der FDP ins Stammbuch: „Wer Politik für Porschefahrer zum Markenkern macht, hat in unserem Land in der Regierung nichts zu suchen, Herr Lindner.“, und weiter: „Jahrzehntelang wurden die Reichen immer reicher und die Zahl der Tafelbesucher immer größer – wir brauchen in dieser Zeitenwende eine andere Politik – und diese Mahnung gilt auch für Grün und Rot“.

Aber auch intern gibt es im Ortsverein einige Baustellen: Der Vorstand ist durch Krankheiten stark reduziert, die Mitgliederzahlen sind durch Todesfälle um weitere zehn Mitglieder im vergangenen Jahr gesunken. Dennoch konnte Speemanns im Geschäftsbericht positiv auf einen gesunden Kassenstand hinweisen. Dazu trägt auch die Unterstützung der Flüchtlingsarbeit durch das Kommunale Integrationszentrum bei. Dieser Bereich nimmt in der AWO-Begegnungsstätte einen immer größeren Raum ein und ist durch den dezimierten Vorstand kaum noch zu bewältigen. Daher gibt es im Vorstand die Überlegung, die Begegnungsstätte in die Hände von Stroetmanns Fabrik zu legen und damit eine professionelle Organisation zu ermöglichen. Hierzu sollen in den nächsten Wochen Gespräche folgen.

(Foto: privat)

Besonders herzlich war die Ehrung der Jubilarin. Roswitha Seegers-Cremer ist seit 25 Jahren Mitglied der AWO. Ihr vielfältiges Wirken in der Flüchtlingshilfe, in der AG 60+ und in der AWO wurde bei der Übergabe der Urkunde besonders hervorgehoben. „Sie kommt regelmäßig zum Klönkaffee, obwohl sie gar keinen Kaffee trinkt“ wusste der Vorsitzende zu berichten und hatte damit die Lacher auf seiner Seite. Er dankte ihr mit einem Weinpräsent. Bei Kaffee und Kuchen gab es somit viel Gesprächsstoff in bester Stimmung. Mit einem Aufruf zur Teilnahme an der Kundgebung zum Antikriegstag am 1. September endete die Versammlung.

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