Der nächste Schritt – Nachhaltigkeitswoche in Emsdetten

2
82

Mit der Ausstellung „Utopia“ am 09. März 2026 im 5. OG des Rathauses (wir berichteten H I E R) begann die Nachhaltigskeitswoche, die tatsächlich noch bis zum 25. März 2026 andauert und sich somit über zwei Wochen hinzieht. Viele Ausstellungen, Aktionen, Veranstaltungen und auch Vorträge richten den Blick auf das traditionelle Verständnis von Nachhaltigkeit. H I E R geht es zum Programm.

Stichworte, die mit dem Verständnis von Nachhaltigkeit verbunden sind, tauchen vielfältig auf. Gärtnern (auch auf dem Balkon), Upcycling und Recycling, Klima, Müll und Mobilität. Angesprochen sind alle aus der Stadt, Kinder noch am ehesten, Familien, Nahverkehrsnutzer und Hobbybäcker.

Nachhaltigkeit scheint eine Aufgabe für alle Bereiche des persönlichen und kommunalen Lebens.

Am 19. März 2026, mitten in der Schwerpunktwoche der Nachhaltigkeit, stellt Guido Wermers, der Klima Manager der Stadt, den Nachhaltigkeitsexperten Stefan Knabe in der Stadtbibliothek vor. Und der eröffnet einen anderen Blick auf Nachhaltigkeit; „Nachhaltigkeit ist tot“, seine These. Er weiß, das ist zunächst provokant. Aber er hat gute Begründungen für seine These. Er belegt sie mit vielen Stichworten, die mit der Nachhaltigkeit verbunden sind, aber – leider – oft auch für verfehlte Ziele stehen. Mobilität ist eines der Stichworte und die elektrobetriebenen Bürgerbusse – so toll wie sie sind – sind kein Äquivalent für die Helikoptereltern täglich vor den Schulen. Die eigentlich sterbende Bedeutung der fossilen Energieträger sind dann das weiterführende Stichwort, welches direkt auf die Spritpreise  gerade heute verweist.

(Foto: J. Schülpke)

Auch Stichworte zum Speichern von Energie, wie die Lithiumionen Batterie beruhigen nicht wirklich, wenn man die neue Abhängigkeit , objektiv von den wenigen Lagerstätten und subjektiv vom Vertrieb des Rohstoffes bedenkt. Alle Hinweise verweisen auf ein hohes Wissen über die Notwendigkeit von Nachhaltigkeit, aber auch über die Schwierigkeiten und mitunter das Scheitern bei dem Beachten von Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit , so wie wir sie betreiben, ist oft verbrämt von Moral und wird oft zur Ideologie. Stefan Knabe postuliert deshalb eine Nachhaltigkeit ohne Moral und ohne Ideologie.  Die Nachhaltigkeit 2.0 soll zum selbstverständlichen Bestandteil unseres Alltags werden, nicht in Konkurrenz zu anderen moralischen Forderungen oder ideologischen Postulaten. Da liegt die Chance für Nachhaltigkeit und sie wird nicht zum kurzzeitigen Heizer auf der E-Lok.

Und dann wird Nachhaltigkeit selbstverständlich, auch in Emsdetten und nicht nur Thema einer Woche, auch wenn diese ein paar Tage länger dauert als die „Nachhaltigkeitswoche“.

2 Kommentare

  1. Hallo
    Guter Artikel. Es war ein spannender Abend mit Herrn Knabe.
    Nachhaltigkeit geht uns ALLE an, aber………
    was bedeutet das Bild der zwei Handpuppen im Beitrag?
    Herzliche Grüße

Antworte auf den Kommentar von Christina Maria Hesse Antwort abbrechen

Die Kommentare werden erst nach Prüfung freigeschaltet. Kommentare ohne Hinweis auf den Verfasser (vollständiger Klarname) oder gar mit vorsätzlich falscher E-Mail-Adresse werden nicht veröffentlicht! Wir bitten Sie, bei Ihren Kommentaren sachlich zu bleiben und sich einer angemessenen Formulierung zu bedienen.

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Danke für Ihre Nachricht. Wir werden diese schnellst möglich bearbeiten.