Der erste Schritt gegen den Abstieg ist getan

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(Foto: Thorsten Fisseler)

…und das zeigt sich nicht nur im Ergebnis, mit 28:25 (17:15) gewann der TV Emsdetten heute gegen den Thüringer Sportverein ThSV Eisenach, das zeigt sich auch im Spiel selber. Sicher war noch nicht alles perfekt, aber der Wille war da, und in den entscheidenden Momenten, in denen das Spiel zu kippen drohte, gelangen die wichtigen Tore. Die Abwehr stand kompakter, Konstantin Madert fand mit 16 sehenswerten Paraden zu alter Form zurück.

Auffällig leider das Spiel in Überzahl, das nicht nur nicht genutzt wurde sondern auch verloren ging. Egal, am Ende sind die zwei Punkte wichtig. Der Stein, der den Akteuren nach Abfiff vom Herzen fiel, war deutlich hörbar und wer in dem Moment die Augen geschlossen hat, der konnte davon träumen, was hier jetzt die Fans auf den Rängen veranstalten würden, wenn sie denn hätten da sein dürfen.

Trotz aller Euphorie, es sind zwei wichtige Punkte, es war ein Spiel, bei dem es mal wieder Spaß machte, zuzuschauen, aber es ist nur der erste Teilerfolg auf dem steinigen Weg gegen den Abstieg, der noch vor den Grün-Weißen liegt.

Am kommenden Samstag geht es schon weiter. Der TuS Nettelstedt-Lübbecke wird in der EMS-Halle zu Gast sein.

Folgende Spieler sicherten diesen so wichtigen Sieg:
Maurice Paske   wurde nur für 2 Siebenmeter eingesetzt, hatte aber jeweils das Nachsehen
Konstantin Madert   praktisch durchgehend zwischen den Pfosten und mit 16 Paraden eine tolle Leistung
Sören Kress   2 Tore
Yannick Terhaer   2 Tore
Maximilian Nowatzki
Hubert Kornecki
Paul Kolk
Marcel Schliedermann   1 Tor
Johannes Wasielewski   6 Tore
Tomas Urban   1 Tor
Julian Damm   1 x Zeitstrafe, 1 Gelbe Karte
Dirk Holzner   3 Tore
Robin Jansen   3 Tore, 1 x Zeitstrafe
Sven Weßeling   7 Tore (davon 1 Siebenmeter)
Freddy Stüber   2 Tore, 1 x Zeitstrafe, 1 Gelbe Karte
Jan Mojzis   1 Tor, 1 x Zeitstrafe

Die Trainerstimmen zum Spiel hat Max Sander für AllesDetten eingesammelt:

Peter Portengen (TV Emsdetten):
„Das war heute ein ganz wichtiger Sieg. Wir sind wieder dran und haben es jetzt in unseren eigenen Händen, den Klassenerhalt zu schaffen. Mitentscheidend war heute die sehr gute Leistung von Konstatin Madert. Aber meine Mannschaft hat in der Abwehr auch hart gearbeitet und nur wenige einfache Treffer zugelassen. Vorne haben wir nicht ganz unser Tempospiel aufziehen können, dafür wurden aber viele Angriffe mit `Kopf´ erfolgreich zu Ende gespielt. Es war sicherlich nicht unser stärkstes Spiel, aber umso wichtiger die zwei Punkte. Ab morgen früh liegt der Fokus auf den TuS N-Lübbecke. Für nicht wenige ist das die stärkste Mannschaft der 2. Bundesliga.“

Markus Krauthoff-Murfuni (ThSV Eisenach):
„Glückwunsch zum Sieg, der auf das ganze Spiel betrachtet auch verdient ist. Uns war klar, dass der TVE mit dem Rücken an der Wand steht und voll motiviert in dieses Spiel gehen wird. In unseren Angriffen haben früh den Druck der TVE-Abwehr gespürt, die oft den entscheidenden Schritt eher am Gegenspieler war. Insgesamt hatten wir uns heute mehr erhofft, aber einige Dinge haben nicht so funktioniert wie wir uns das vorgestellt haben. In der ersten Halbzeit waren wir noch auf Tuchfühlung. Zur Pause in der Kabine hatten wir den Plan, in der zweiten Halbzeit eine bessere Abwehr zu stellen. Das ist uns letztendlich auch gelungen. Aber im Angriff haben wir es doch schmerzlich versäumt, etliche 100-Prozentige reinzumachen. Vor allem von Links- und Rechtsaußen haben wir zu viele gute Torchancen ungenutzt gelassen, so dass wir nur auf eine Wurf-/Trefferquote von 54% gekommen sind. Das Torhüterduell hat der TVE klar für sich entscheiden können. Konstantin Madert hat sehr gut gehalten, einige meiner Spieler hatten in den zweiten 30 Minuten wohl zu viel Respekt vor ihm. Somit ein verdienter Heimsieg für Emsdetten. Für uns heißt es nach dieser Niederlage einmal mehr: Voller Fokus auf den Klassenerhalt.“

 

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