Den Garten neu entdecken (Teil 1)

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Auch wenn es leicht fröstelt, die Sonne zeigt ihre hellsten Strahlen, das zieht unsere Kinder nach Draußen. Das ist gut so, denn wenn sie sich mal eine Viertel- bis Dreiviertelstunde so richtig auspowern dürfen, dann wird auch für uns Eltern der Nachmittag wesentlich entspannter. (Foto: Joanna Puzik)

Jetzt wo die Kindergärten und Schulen geschlossen haben und auch die Spielplätze tabu sind, da liegt es an uns Eltern unseren Nachwuchs zu beschäftigen. Leider haben wir selbst nicht immer die Engelsgeduld von Erziehern und haben neben dem Homeoffice auch noch andere Alltagsaufgaben zu erledigen. Deshalb: Schickt die Kids einfach in den Garten. Dort können sie sich frei bewegen, sich austoben und auch mal schreien. Wer nachmittags selbst Zeit hat, kann ein gemeinsames Eltern-Kind-Projekt starten und sich selbst mal auf andere Gedanken bringen, fernab von Corona und anderen Sorgen.

Öffentliche Spiel- und Bolzplätze wurden vom hiesigen Ordnungsamt durch Warnhinweise und Absperrband abgerie-gelt. Feldwege, Waldstücke und Parks sind für Spaziergänger aber weiterhin geöffnet. (Foto: Joanna Puzik)

Wie wir euch im gestrigen Beitrag zur Themenreihe berichtet haben, ist es auch trotz strenger Personenbeschränkung dennoch weiterhin erlaubt mit seinen Kindern raus an die frische Luft zu gehen. Ein kurzer Spaziergang im Umland oder eine kleine Radtour zur Grundschule, um die aktuellen Wochenaufgaben für den Zuhause Unterricht abzuholen, tut allen ganz gut. Die frische Luft und die Bewegung stärken nämlich das Immunsystem.

 

Auch Joggen und Radfahren ist mit einem Sicherheitsabstand erlaubt. Ob dieser so groß sein muss, wie bei dem sie-benjährigen Arthur, der hier seine kleine Schwester abhängt ist natürlich Auslegungssache. Zwei Meter beim Spazie-ren, fünfzehn Meter beim Joggen sind der empfohlene Sicherheitsabstand laut dem Robert-Koch-Institut. (Foto: Joanna Puzik)

Lasst eure Kinder mal richtig hinschauen und hinhören:

Unterwegs im Wald oder auf dem Land lernen die Kleinen auch allerhand über die Region, die Tiere und Pflanzen, die dort leben und wachsen. Schaut euch einfach mal, um welche Blumen bereits sprießen oder welche Vögel ihr unterwegs entdecken und singen hören könnt. Das geht natürlich auch im eigenen Garten.

 

 

Pflanzt Blumenzwiebeln oder legt einen Kräutergarten an:

Die ersten wilden Tulpen und Osterglocken zeigen bereits ihre Blütenpracht. (Foto: Joanna Puzik)

Noch ist die Luft leicht fröstelich und vermutlich kommt noch mal der Bodenfrost. Trotzdem ist es für viele Pflanzen die rechte Zeit, um Blumensamen, Setzlinge und Zwiebeln zu pflanzen. Auch wenn die Baumärkte vergangenes Wochenende geschlossen wurden, ein paar Blumensamen oder Blumenerde hat man ja immer irgendwie im Garten rumfliegen oder vielleicht haben die Nachbarn noch ein paar Bohnen, Gemüsesamen oder Zwiebeln übrig, die sie euch vor die Tür stellen können. Fragt einfach mal nach, bestimmt gibt euch der ein oder andere für euer Eltern-Kind Projekt was ab. Alternativ könnt ihr ein paar Zimmerpflanzen nehmen und umtopfen oder die vertrocknete Petersilie auf der Küchenfensterbank in den Garten aussetzen.

Betreibt Pflanzenkunde und baut ein Insektenhotel:

Noch spannender wird es, wenn ihr euren Kindern ein wenig über die Blumen,

Geht mit euren Kindern auf Entdeckungstour und schaut, was in eurem Garten alles gewachsen ist und plant, wo ihr es noch verschönern und was neues pflanzen könnt. (Foto: Joanna Puzik)

Gemüsesorten oder Kräuter erzählen könnt. Wofür sind sie gut und was könnte man vielleicht Schönes damit machen oder kochen? Einmal gepflanzt heißt nämlich nicht, dass das Projekt beendet ist. Euer Kind muss sich nun in den kommenden Tagen und Wochen um das Pflänzchen kümmern, es gießen, in die Sonne stellen oder es eventuell vor dem Frost abdecken. Auch schön und nützlich ist es beispielsweise eine Blumenwiese für Bienen zu pflanzen. Informationen zu den kleinen Nützlingen und eine Anleitung, wie ihr selbst ein Insektenhotel baut gibt es auf der Seite des Nabu.

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