„Corona-Zahlen“ werden vom Kreis Steinfurt künftig nur noch mit Stand 18:30 Uhr veröffentlicht

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Die Pandemie fordert die Gesundheitsämter in vielerlei Hinsicht: Positiv Getestete müssen isoliert, Kontaktpersonen nachverfolgt, Impfungen und Testungen organisiert, unzählige Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet werden. Zum Arbeitspaket, das Tag für Tag zu bewältigen ist, zählt auch die Statistik, die angesichts aktueller gesetzlicher Regelungen von weitreichender Bedeutung ist.

Das Prozedere ist komplex, die von unterschiedlichen Adressaten zu verschiedenen Zeitpunkten veröffentlichten Zahlen werfen immer wieder Fragen auf.

Deshalb hier eine Erläuterung des bisherigen Vorgehens:

Jeden Tag um 18.30 Uhr, so ist es vorgeschrieben, meldet der Kreis Steinfurt die aktuellen Positiv-Befunde, die bis dahin aus den Laboren eingegangen sind, an das Landeszentrum für Gesundheit (LZG), das diese wiederum an das Robert-Koch-Institut (RKI) weitergibt. Die Zahlen, die das RKI auf dieser Basis veröffentlicht, sind Grundlage für alle weiteren Maßnahmen, etwa aus der Bundes-Notbremse.

Viele Positiv-Befunde aus den Laboren gehen beim Kreis Steinfurt allerdings jeden Tag auch noch nach 18.30 Uhr ein und werden auch bis tief in die Nacht hinein durch den Ermittlungsdienst bearbeitet. Kurz vor Mitternacht summiert die IT die Gesamtzahl des Tages und veröffentlicht diese auf dem Dashboard des Kreises – natürlich ist die Zahl dann höher als die, die um 18.30 Uhr dem LZG gemeldet wurde.

Gegen 7 Uhr am nächsten Tag startet die Frühschicht der Ermittler und kümmert sich um die Positiv-Befunde, die im Laufe der Nacht noch eingegangen sind. Das Lage-Büro des Kreises hat sodann gegen 8.30 Uhr einen Gesamtüberblick über alle Positiv-Fälle des vorigen Tages. Diese Zahl veröffentlicht der Kreis in seiner täglichen Pressemitteilung und meldet sie auch dem LZG, das die 7-Tage-Inzidenz im Verlauf nachträglich korrigiert.

Um künftig einheitlicher und verständlicher informieren zu können, wird der Kreis ab sofort nur noch die Positiv-Befunde mit Stand vom Vortag 18.30 Uhr veröffentlichen. Dann sind die Zahlen, die den Inzidenzwert bestimmen, sowie die auf Dashboard und in der Pressemitteilung identisch.

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