Chojnice hat konkret um Hilfe gebeten – Emsdetten wird liefern

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Am kommenden Dienstag, 08. März, soll ein Hilfstransport von Emsdettens Partnerstadt in Polen, Chojnice, in Richtung Korsun gehen. Korsun liegt in der Ukraine und unterhält wiederum mit Chojnice eine Städtepartnerschaft. Von Chojnice bis Korsun sind es ca. 1.300 km, ob der Transport tatsächlich bis an den Zielort erfolgen kann oder vielleicht nur bis zur polnisch-ukrainischen Grenze wird man wohl erst vor Ort sehen. Korsun liegt etwa 140 km süd-östlich von Kiew.

Die Stadtverwaltungen von Chojnice und Emsdetten, wie auch die Städtepartnerschaftsvereine der beiden Städte stehen in engem Kontakt. Es liegt jetzt eine Liste vor mit dringend benötigten Sachmitteln. Hier wird ausdrücklich keine Kleidung angefordert. Priorität haben Decken, Schlafsäcke, aufgeladene Powerbanks, damit dort Kommunikation weiterhin möglich ist.

Sammelstelle am Samstag

Für Samstag wird die Stadt Emsdetten eine Sammelstelle einrichten. Ort und Zeit sowie eine detailliertere Aufstellung benötigter Hilfsmittel werden noch bekannt gegeben. Darüber hinaus wird ein Spendenkonto eingerichtet. Mit den dadurch zur Verfügung stehenden Finanzmitteln sollen dann beispielsweise medizinischer Bedarf oder auch Lebensmittel beschafft werden. Wie 1. Beigeordneter Elmar Leuermann im Sozialausschuss mitteilte, ist diese Entscheidung ziemlich kurzfristig gefällt worden und muss auch zeitnah umgesetzt werden, damit die Hilfen möglichst noch am Montag in Chojnice ankommen. Den Transport von Emsdetten nach Chojnice wird die Freiwillige Feuerwehr von Emsdetten organisieren.

Feuerwehrschläuche, -helme, Schutzanzüge sind ebenfalls angefordert worden. Auch hier wird die Emsdettener Wehr aus Beständen heraus Hilfe leisten. Ein Großteil ist jedoch ins Ahrtal gegangen.

In Chojnice sind bereits Flüchtlinge eingetroffen, die bislang in privaten Familien untergebracht werden konnten.

Erwartete Flüchtlinge in Emsdetten

Auch Emsdetten ist auf einen Flüchtlingsstrom vorbereitet. Bekannt ist, dass auch hier bereits in privaten Familien aus der Ukraine geflüchtete Menschen aufgenommen wurden. Diese sollen sich bitte bei der Stadtverwaltung melden, damit ihnen entsprechende Hilfe zugewiesen werden kann.
Derzeit kann die Stadt Emsdetten noch ca. 20 – 25 Personen aufnehmen. Wer privat noch Möglichkeiten hat, kann sich telefonisch unter 02572-922602 oder per Mail an ukraine@emsdetten.de melden.

„Wir sind“, so Leuermann in seinen ausführlichen Erklärungen, „dabei, uns wieder nach Containern umzusehen, wie sie bei der Flüchtlingswelle 2015 zum Einsatz gekommen sind.“ Das ist aber nicht ganz einfach, da derzeit bundesweit Container wie auch andere Hilfsmittel stark nachgefragt werden.

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