CDU zieht Antrag auf Verlängerung der Bonus-Aktion zurück

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Zum Weihnachtsgeschäft hin hatte der Stadtrat beschlossen, den Emsdetten-Gutschein mit 50.000 € in Form einer Bonus-Aktion zu subventionieren und damit den hiesigen Handel zu fördern. In die Praxis umgesetzt heißt das, wer einen Gutschein an den bekannten Verkaufstellen erwirbt, beispielsweise Verkehrsverein oder auch online, der bekommt 20 % mehr Kaufkraft als den Nennwert des Gutscheins. Mit einem 100 €-Gutschein kann man dann für 120 € einkaufen.

Diese Aktion war befristet bis zum 31.12.2021. Danach können die Gutscheine nur noch zu ihrem Nennwert eingelöst werden, der Bonus verfällt.

Der Verkehrsverein hatte jetzt nach Ablauf der Aktion von den bereitgestellten 50.000 € noch 4.320 € übrig. Das heißt, es sind noch Gutscheine im Umlauf, bei denen, wären sie bis zum 31.12.2021 eingelöst worden, in Summe für 4.320 € über Nennwert der Gutscheine hätte eingekauft werden können. Diesen Restbetrag wollte der Verkehrsverein für eigene Marketingzwecke nutzen. Die Stadtverwaltung erstellte eine entsprechende Beschlussvorlage und empfahl der Politik dem Antrag des Verkehrsvereins zu entsprechen.

Kevin Adrian, sachkundiger Bürger für die CDU im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Wohnen (ASWW) stellte in der Sitzung vom 03.02. den Antrag, die Einlösefrist bis Ostern zu verlängern. Viele hätten den Gutschein zu Weihnachten geschenkt bekommen und in der knappen Zeit bis zum 31.12. keine Möglichkeit gehabt, diesen einzulösen.

Die Verwaltung wurde somit beauftragt, zu prüfen, mit welchem technischen Aufwand eine solche Umsetzung möglich sei, zu prüfen, um wieviel Gutscheine es sich tatsächlich handelt, welche Kosten damit verbunden wären. Was ist mit den Gutscheinen, die bereits nach dem 31.12. eingelöst wurden zum Nennwert ohne Bonus-Zugabe, kann man deren Inhaber ausfindig machen und gegebenenfalls nachträglich auch noch den Bonus gewähren?

BM Oliver Kellner erläuterte in der jüngsten Ratssitzung das Ergebnis dieses Prüfauftrages, führte die zu erwartenden Kosten an, den Aufwand, die Inhaber der bereits eingelösten Gutscheine zu ermitteln, diese, wie auch die der noch nicht eingelösten Gutscheine zu benachrichtigen…

Manfred Dietz (CDU) zog draufhin den CDU-Antrag zurück.

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