Carolin Kebekus rockt die EMS-Halle

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Foto: Joanna Puzik

Gestern Abend war es endlich so weit, nach zwei Jahren Wartezeit konnten es die Emsdettener Fans gar nicht erwarten sich die Show der Comedy Queen Carolin Kebekus anzuschauen. Auch wenn ihr Bühnenprogramm erst um 20 Uhr losging, die Warteschlang reichte bis zur Straße hinaus. Als Punkt 18.30 Uhr die Pforten der EMS-Halle geöffnet wurde ging es ratz fatz hinein in das umgebaute Bühnenstudio, da alle ihre Karten bereits in den Händen hielten und das bereits seit 2019. Corona hatte dem Event mehrfach einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Warten wurde belohnt, auch die glückliche Gewinnerin Nele, die durch AllesDetten Karten bekommen hatte, durfte sich gestern auf einen unterhaltungsreichen Abend freuen.

Der Name der Show ist Programm: Puzzy Nation

Zur Show: Naja, würde man Zitate der Comedy Künstlerin wortwörtlich niederschreiben, würde selbst die Laptoptastatur vor Schamesröte explodieren. Jedes zweite Wort müsste geschwärzt werden.

Man muss schon Carolin Kebekus heißen, um derart ungeniert über die Rolle der weiblichen Sexualität zu referieren und Ausdrücke in den Mund zu nehmen, die jede katholische Omi in den Beichtstuhl treiben würden. ABER, keiner anderen, als der gebürtigen Kölnerin mit schlesischen Wurzeln gelingt es besser Themen, wie Hasskommentare im Netz, die Scham über die Menstruation oder das Recht auf Abtreibung, zuweilen sehr ernste Themen als roten Faden und Message in ihre Show einzufädeln.

Sie holt all diese unangenehmen Fragen und persönlichen Peinlichkeiten, wenn frau beispielsweise die Tampons aus der Tasche kullern oder sie einfach mal Bock hat ordentlich *#“@@#**** zu werden aus der Tabuzone heraus und zerrt sie auf die Bühne, um sie chamant und auf etwas versaute Weise anzusprechen und ENDLICH zur Sprache zu bringen.

Derbe Sprüche mit Charme(esröte)

Es geht über gefakete Pornobilder und Hasskommentare im Netz bis hin zum absurden Schöhnheits-Wahn und dem ständigen Bewerten untereinander und der Sucht nach Likes bei Instagram und Co.

Denn liebe „Pussys“, wie alle zu Beginn der Show begrüßt wurden und ihrem Kebekusigem Grundgesetzt schwören mussten, der Kampf um die Rechte der Frauen sei noch lange nicht zu Ende gekämpft. Diese Schlacht können wir Frauen nur gemeinsam mit den Männern und ohne gegenseitiges Angezicke bestreiten.

Drum beendet sie ihren zweistündigen Auftritt mit dem Appell nach mehr Solidarität unter uns Frauen, um der Stutenbissigkeit und der Angst vor starken und auch sexuell selbstbewussten Frauen ein Ende zu setzen… auch wenn es bedeutet, dass Emsdetten den Busch liebt (für alle die dabei waren)!!!!!!

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