Bürgermeisterkandidat Oliver Kellner

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Für den zweiten Teil der Vorstellungsrunde der Bürgermeisterkandidaten waren wir im neuen Wohngebiet auf dem alten Schilgengelände zu Gast. Oliver Kellner tritt für Bündnis 90/Die Grünen an.

Schon 2014 wollte man mit einem eigenen BM-Kandidaten in den Wahlkampf ziehen, das hat sich aber dann kurzfristig zerschlagen und gleich danach stand fest, dass der Geschäftsstellenleiter einer großen Versicherung 2020 das Rennen für die Grünen machen soll. Und die Chancen stehen garnicht schlecht im derzeit vielfach gespaltenen Emsdetten wenn es um die Westumgehung geht. Hier gibt es die Befürworter und Gegner, beide Seiten haben stichhaltige Argumente. Die Grünen -und allen voran Oliver Kellner- sind absoluter Gegner dieses Einschnittes in die Natur.

Schon während der Schulzeit musste Kellner sich sein Taschengeld selber verdienen, hat hierfür bei einem Getränkemarkt hart geschufftet, während des BWL-Studiums dann an Karneval und Schützenfest hinter der Theke gestanden und bewirtet und dadurch eine etwas andere Sichtweise auf die Volksfeste bekommen.

1968 in Emsdetten geboren, 1988 Abitur am Martinum, danach BWL-Studium, Ausbildung zum Versicherungskaufmann, seit 1999 selber Führungsverantwortung, Weiterbildung zum Fachwirt, Dozent am Berufsbildungswerk, seit 2013 selbständiger Versicherungskaufmann mit eigener Agentur und zwölf Mitarbeiter/innen. Diese Agentur wird er, so er denn am 13. September bzw. bei Stichwahl am 27. September mindestens 50 % der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen kann, aufgeben müssen. Kellner spielt Badminton und engagiert sich ehrenamtlich bei den Maltesern. Er ist seit 2014 im Rat der Stadt Emsdetten und Aufsichtsrat der Stadtwerke. Bekannt ist seine Leidenschaft für Kuchen und Kekse.

Politisch interessiert war er schon immer, hat bereits im SPD-nahen Elternhaus mit seinem Vater diskutiert. Später gab es teilweise heftige Auseinandersetzungen mit einem Freund. Konsequenz aus diesen Streitgesprächen war , dass sich 2004 beide einer politischen Partei angeschlossen haben, – sein Freund bei der FDP und Kellner bei den Grünen.

Das Gespräch mit Oliver Kellner war inhaltlich ganz oben anzusiedeln.

„Keine Zeit für weiter so!“ das Wahlkampfmotto klingt, als müsse hier in Emsdetten grundlegend etwas geändert werden. Ganz so ist es natürlich nicht, in vielen Projekten haben die Grünen auch bislang schon ihren Stempel aufdrücken können. Im Gespräch mit Kellner ist spürbar, hier will jemand seine Ideen umsetzen und nicht nur einfach ein Amt bekleiden, weil es möglicherweise das höchste und angesehenste ist.

Die nächste Vorstellungsrunde sollte eigentlich mit dem Rad im Emsdettener Venn stattfinden, – der anhaltende Regen ließ uns dann auf Plan B zurückgreifen. Auch in der Politik muss man vielfach Kompromisse eingehen, davon kann Dr. Thomas Kock (SPD) morgen erzählen.

 

 

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