Brücke aus neuartigem Kunststoff als Weg aus der Sackgasse?

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Ratsfrau Beatrix Steinbach-Möllers hat für die CDU-Fraktion im Emsdettener Rat den Antrag gestellt, die Verwaltung solle prüfen, ob die vieldiskutierte Brücke über den Mühlenbach auch aus einem neuartigen Kunststoff bestehen könnte. Ein solcher Überweg wäre deutlich preiswerter und würde womöglich einen Ausweg aus der wegen der Kosten derzeit verfahrenen Situation weisen.

Zum ersten Mal in Deutschland ist eine solche Brücke aus glasfaserverstärktem Kunststoff im vergangenen Monat als Pilotprojekt in Solingen-Gräfrath errichtet worden. In anderen Ländern, zum Beispiel in den Niederlanden, gibt es bereits Übergänge aus derartigem Material, in Deutschland fehlt dem Baustoff jedoch noch die Zulassung. Mit dem Pilotprojekt wollen die Stadt Solingen, der Hersteller und die Hochschule Bochum Erfahrungen sammeln.

Die Solinger Brücke hat 75.000 Euro gekostet. Das günstigste Angebot für einen Übergang in konventioneller Bauweise lag bei 220.000 Euro. Die Emsdettener Stadtverwaltung soll nach dem Wunsch der CDU nun prüfen, ob eine solche Kunststoffbrücke auch als Ersatz für die wegen Baufälligkeit gesperrte Brücke über den Mühlenbach am Hof Feldmann in Frage kommt.

Bisher scheiterte ein Neubau daran, dass die Stadt einen Übergang nur für Fußgänger und Radfahrer für ausreichend hält. Der Landwirt besteht jedoch für die Gewährung des Wegerechts über sein Grundstück auf einer Brücke, die auch dem Gewicht eines Traktors standhält. Diese würde 300.000 Euro kosten. Zu viel, wie eine Mehrheit im Stadtrat findet

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