Bis zum 3:3 war es ausgeglichen – danach lief der TVE nur noch hinterher

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Am Torwart-Duo Maurice Paske und Konstantin Madert, die jeweils in ihren Halbzeiten gleich mehrere glänzende Momente hatten, hat es nicht gelegen, dass der TVE am fünften Spieltag der aktuellen Zweitliga-Saison in der heimischen EMS-Halle mit 24:27 dem VfL Gummersbach unterlegen war.

Möglicherweise wäre das Spiel mit der gewohnten Heimspiel-Kulisse anders ausgegangen. Die jüngste Entwicklung in der Corona-Pandemie ließ leider keine Zuschauer zu und so wurde das Geisterspiel so kurz vor Halloween dann auch noch geisterhaft.

Mit 0:8 Punkten (das coronabedingt ausgefallene Spiel gegen den TuS Ferndorf muss noch nachgeholt werden) steht man genau da, wo man absolut nicht stehen wollte: gleich zu Beginn auf einem Abstiegsplatz.

Das Spielgeschehen auf dem Parkett ließ leider nicht wirklich eine Tendenz zum Wechsel erkennen. Zu viele verspielte Bälle, im richtigen Moment falsche Entscheidungen, wenn denn überhaupt mal der Mut zur Entscheidung da war. Häufig fehlte der letzte Biss, der spürbare Drang zum Tor. Aufgrund der leeren Ränge waren es die Spieler selber, die lautstark den Ton angaben, sich gegenseitig aufpuschten. Die Aktionen und Rituale zur gegenseitigen Motivation verkamen häufig in einer Zeremonie, die zum Ablauf gehört aber nur selten erfolgversprechend umgesetzt wurde.

Lange Gesichter dann auf Seiten der Grün-Weißen nach Ablauf der 60 Minuten. Johannes Wasielewski (1 gelbe Karte) war mit acht Treffern erfolgreichster Schütze auf Emsdettener Seite. Sören Kress traf 1 x ins Schwarze, Paul Kolk 3 Tore, Tomas Urban 3 Tore/1 gelbe Karte, Dirk Holzner 4 Tore (davon drei 7-Meter, ein 7-Meter verworfen), Sven Weßeling 4 Tore / 2 x 2 Minuten Zeitstrafe, Frederic Stüber 1 Tor, Jan Mojzis 1 x 2 Minuten Zeitstrafe.

Beim VfL Gummersbach, die für diese Saison ganz klar Aufstiegsambitionen in die 1. Bundesliga angemeldet haben, war Lukas Blohme mit neun Zählern erfolgreichster Torschütze. Und immer, wenn der Ball wie eine Rakete durch die Halle zischte, konnte man sich sicher sein, dass es sich um einen Hammerwurf von Janko Bosovic handelte, der einst in dieser Halle für den TVE aufgelaufen ist, jetzt aber beim Traditionsverein VfL Gummersbach spielt.

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