Biotonnen werden wieder kontrolliert

0
306

In der kommenden Woche – ab Montag, 21. September 2020 – werden Kontrolleure der Entsorgungsgesellschaft Steinfurt (EGST) erneut die Biotonnen im Emsdettener Stadtgebiet kontrollieren. Wer die Biotonne nicht richtig befüllt hat, bekommt eine Verwarnung in Form eines gelben Aufklebers. Wer die Biotonne extrem falsch befüllt hat, bekommt einen roten Aufkleber. Ein roter Aufkleber bedeutet, dass die Tonne nicht geleert wird. In diesen Fällen muss die Biotonne zunächst von der Eigentümerin oder dem Eigentümer händisch nachsortiert werden, bevor die Müllabfuhr sie beim nächsten Abfuhrtermin wieder leert.

Biotonne – was darf rein?

In die Biotonne gehören nur kompostierbare Abfälle aus Küche und Garten. Die Bioabfälle dürfen in Papiertüten, in kompostierbaren Tüten mit dem Keimling-Symbol oder in Zeitungspapier gewickelt in der Tonne entsorgt werden.

Biotonne – was darf nicht rein?

Nicht in die Biotonne gehören in Plastiktüten verpackter Bioabfall, Gläser – auch dann nicht, wenn beispielsweise noch Marmelade oder Gurken enthalten sind – sowie alle anderen Abfallarten, die nicht kompostierbar sind. Oft zu findende Fehlwürfe sind beispielsweise Windeln, Flaschen, Wattestäbchen, Schraubverschlüsse, Kaffeekapseln, Verpackungen, Zeitungen und Zeitschriften, Textilien, Taschen und Schuhe. Auch tierische Fäkalien wie Hunde- und Taubenkot sowie Katzen- und Kleintierstreu dürfen nicht über die Biotonne entsorgt werden.

Weitere Hinweise zur richtigen Mülltrennung sind unter www.emsdetten.de, im Abfallkalender der Stadt Emsdetten oder auch beim Abfall-ABC der EGST unter www.egst.de  zu finden.

Hohe Kosten durch falsch sortierten Müll

Die Emsdettener Bioabfälle werden im Kompostwerk der kreiseigenen Entsorgungsgesellschaft Steinfurt (EGST) in Saerbeck verwertet. Daraus entsteht wertvoller Kompost, der als Dünger auf die Äcker aufgebracht wird. „Alle nichtkompostierbaren Abfälle, die in der Biotonne landen, müssen am Kompostwerk aufwendig aussortiert und anschließend teuer entsorgt werden. Diese Kosten tragen alle Bürger über ihre Müllgebühren, auch diejenigen, die ihren Bioabfall richtig sortieren“, erklären Stephanie Forstmann und Christiane Brüggemeyer, Abfallberaterinnen der Stadt Emsdetten. Ist der Biomüll also stark verschmutzt, steigen auf Dauer die Müllgebühren für alle Bürgerinnen und Bürger. Daher ist es wichtig, den Biomüll immer sorgfältig zu sortieren.

Um etwas gegen die Ungerechtigkeit zu tun, dass gut sortierende Bürger genau so viel zahlen wie „Müllbanausen“ und um dauerhaft die hohe Qualität des Steinfurter Komposts zu sichern, kommen die Biotonnen-Kontrolleure zum Einsatz. Sie sind bei der EGST beschäftigt, aber im Auftrag der Stadt Emsdetten unterwegs. Jährlich rund 5.000 Tonnen, das sind immerhin fast 10 Prozent des eingesammelten Bioabfalls, müssen laut EGST am Kompostwerk Saerbeck als Restabfall aussortiert werden.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein