Bernd Stelter im Bürgersaal

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Zwischendurch wurde er nachdenklich, fast schon philosophisch. Mehr noch, als in seinen bisherigen Programmen: Bernd Stelter vor fast ausverkauftem Haus im Bürgersaal von Stroetmanns Fabrik. Wer ihn auf Karneval oder Comedy beschränkt wissen möchte, der ist hier definitiv falsch am Platz. Aber da ist er groß geworden, daher kennt man ihn. Mittlerweile ist Stelter 60 Jahre und hat entsprechend Lebenserfahrung. Die Midlife-Crises, die ihm hier in Emsdetten auch schon mal ein Programm wert war, hat er erfolgreich überlebt. Jetzt versucht er sich am Spagath zwischen leichter Unterhaltung und „schwerer Kost“, weil er den Menschen etwas mitgeben will, seine Lust zu Leben, zu Lachen, seinen uneingeschränkten Optimismus. Dieser Spagat ist ihm gelungen. Stelter liebt sein Publikum, hat sein Hobby zum Beruf gemacht, wird nie in Rente gehen.

„Wenn Sie etwas schönes sehen, bleiben Sie stehen und genießen Sie es!“ oder „Investieren Sie Ihr Geld nicht in materielle Dinge sondern in Erlebnisse!“ waren nur einige Hinweise die er anschaulich vermittelt hat.

Bedingt durch die Corona-Pandemie war sein Auftritt im Bürgersaal von Stroetmanns auf den gestrigen 3. Oktober verschoben. Leider war der erste geplante Termin für 20 Uhr vorgesehen und dementsprechend auch auf den Karten so ausgedruckt. Dass die verschobene Vorstellung bereits um 19 Uhr stattfindet, soweit hatten wohl nicht alle gelesen, so dass einige Besucher dann tatsächlich erst zu 20 Uhr gekommen sind.

Zu Lachen gab es aber trotzdem genug, und im zweiten Teil griff er gleich mehrmals zur Gitarre. – Natürlich durften als Zugabe die „Drei Haare auf der Brust…“ nicht fehlen. Seine Fan-Gemeinde feierte ihn und stimmte (wenn auch nicht immer textsicher) in seine Hits mit ein. – Er wird wahrscheinlich, vermutlich, ziemlich sicher auch noch ein drittes Mal nach Emsdetten kommen, haben doch noch nicht alle seine Botschaften gehört…

Bernd Stelter, der Mann, der noch immer auf der Suche nach dem einen Biergarten ist, wo es heißt: „Draußen nur Fäßchen!“

 

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