Beirat Ü60 im Gespräch mit der CDU

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(Foto: Beirat Ü60)

Im Rahmen der Gesprächsreihe traf sich der Beirats Ü 60, vertreten durch Helga Reckenfelderbäumer, Elke Hülskötter, Alexander Richter-Kariger und Josef Teupe, mit einer Delegation der CDU-Fraktion.
Im Mittelpunkt des Gesprächs, an dem seitens der CDU Beatrix Steinbach-Möllers, Beate Dawid, Gerd Schnellhardt, Dirk Albers und als Fraktionsvorsitzender Daniel Hellwig teilnahmen, stand zunächst das Thema stabile Energieversorgung der Emsdettener Haushalte. Derzeit sind – bedingt durch den bisher milden Winter – die Verbräuche sichtlich zurückgegangen. Ungewiss ist dennoch, welche Kosten in Zukunft auf die Bürgerinnen und Bürger zukommen werden und wie eine autarke Versorgung mit Energie aus erneuerbaren Quellen gesichert werden kann.

Daniel Hellwig unterstrich die positive Haltung seiner Partei zur Schaffung neuer Modelle wie zum Beispiel Photovoltaik. Für einen Windräderpark fehle es allerdings an Grundfläche. Mögliche finanzielle Förderungen seien überwiegend in der Verantwortung von Land und Bund. Bei individuellen Projekten seien die Voraussetzungen der Bürgerinnen und Bürger unterschiedlich. Während für die Älteren oft hohe Investitionen nicht rentabel erscheinen, sei bei den Jüngeren das Geld nicht vorhanden. Daher mache das Modell von komplexen Lösungen, bei denen die Bürgerinnen und Bürger gemeinschaftlich – etwa in Form von Genossenschaften – beteiligt werden könnten, ebenfalls Sinn.  Andererseits könne durch den Bau von großen Speichern Energie, die im Sommer gewonnen und nicht verbraucht wird, für die verbrauchsintensivere Jahreszeit angesammelt und später abgerufen werden.

Der Beirat betonte erneut, dass es dem Gremium Ü 60 keineswegs allein um die Interessen der von ihm vertretenen Altersgruppe gehe, sondern dass man sich in Verantwortung sehe, in Emsdetten eine rentable, auf erneuerbaren Quellen basierende Energiepolitik langfristig umzusetzen, damit Kinder und Enkel in eine gesicherte Zukunft blicken könnten. Und: Verantwortung in dieser Frage zu übernehmen und zu handeln bedeute nicht unbedingt, sich am Boden festzukleben, sondern es habe mit der Suche nach inhaltlichen, gesamtgesellschaftlich akzeptierten Lösungen zu tun.

Ein weiteres breit angelegtes Thema befasste sich mit dem altersgerechten Wohnen in der Stadt. Hier stellt sich ein Problem, das sich vor allem mit dem Angebot an Pflegeeinrichtungen verbindet. Es ist keineswegs ein Geheimnis, dass durch die demografische Entwicklung eine Situation entstanden ist, der das aktuelle Angebot an Pflegeplätzen nicht gerecht wird. In ein paar Jahren wird etwa ein Drittel der Bevölkerung Emsdettens über sechzig Jahre alt sein. Der Mangel an Pflegeplätzen wird sich drastisch erhöhen. Die Stadt selbst kann nicht als Investor agieren, sie könnte jedoch weitere Anreize schaffen, um entsprechende Investitionen attraktiv zu machen und Investoren anzulocken.

Fast noch akuter als die Wohnsituation ist in der Pflege die Personalfrage. Der Arbeitsmarkt bietet kaum Ressourcen, so dass andere Lösungen gesucht werden müssen. Der Beirat strebt zum Thema Pflege und Wohnen einen Runden Tisch an, an dem möglichst viele Beteiligte zu Wort kommen und zumindest in kleinen Schritten Lösungen gefunden werden sollen.

Durch die Intensität und die Bedeutung des Austauschs von Meinungen und Argumenten wurde am Ende des Treffens der zeitliche Rahmen zu eng. Beide Seiten einigten sich auf ein weiteres Gespräch, wo neben den aufgegriffenen Themen vorrangig über Mobilität beraten werden soll. Erkennbar ist, dass das gegenseitige Interesse am Meinungsaustausch sehr groß ist und es – wie mit den anderen Fraktionen – wesentliche Schnittmengen gibt.

Der Vorstand des Beirats dankt daher den Parteien und sieht mit Erwartung den weiteren Austauschen – auch mit den bisher nicht kontaktierten Fraktionen – entgegen.

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