Beirat Ü 60 Emsdetten bei der Mitgliederversammlung der LSV NRW in Soest

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An der diesjährigen Mitgliederversammlung der Landesseniorenvertretung NRW am 7. Mai 2026 in der Stadthalle Soest nahmen auch Delegierte des Beirat Ü 60 Emsdetten teil. Vertreterinnen und Vertreter aus zahlreichen Städten und Kommunen Nordrhein-Westfalens kamen zusammen, um aktuelle seniorenpolitische Herausforderungen zu beraten und gemeinsame Forderungen an Politik und Gesellschaft zu formulieren.

Im Mittelpunkt der Versammlung stand die sogenannte „Soester Erklärung“, die sich mit der zunehmend schwierigen Wohnsituation älterer Menschen beschäftigt. Die LSV NRW macht darin deutlich, dass bezahlbarer, bedarfsgerechter und barrierefreier Wohnraum im Alter zu einer der wichtigsten sozialen Fragen unserer Zeit geworden ist. Hintergrund sind steigende Mieten, fehlender sozialer Wohnungsbau sowie der zunehmende Bedarf an altersgerechten Wohnungen.

Die Delegierten diskutierten insbesondere darüber, wie ältere Menschen möglichst lange selbstbestimmt in ihrem gewohnten Umfeld leben können. Dabei wurde hervorgehoben, dass neben geeigneten Wohnungen auch das Wohnumfeld eine entscheidende Rolle spielt. Gute Einkaufsmöglichkeiten, ärztliche Versorgung, Begegnungsorte und ein funktionierender öffentlicher Nahverkehr seien wichtige Voraussetzungen, um Isolation und Einsamkeit im Alter zu vermeiden.

Darüber hinaus sprach sich die LSV NRW für einen stärkeren sozialen Wohnungsbau sowie für die Förderung alternativer Wohnformen wie Mehrgenerationenhäuser aus. Ebenso wurden Maßnahmen gegen zunehmende Wohnungsleerstände und bessere Rahmenbedingungen für barrierefreie Umbauten gefordert.

Für den Beirat Ü 60 Emsdetten bot die Mitgliederversammlung eine wertvolle Gelegenheit zum Austausch mit anderen Seniorenvertretungen aus ganz Nordrhein-Westfalen. Gleichzeitig konnten aktuelle Erfahrungen und Anliegen aus Emsdetten in die landesweite Diskussion eingebracht werden. Die Teilnehmenden nahmen viele Anregungen und Impulse für die weitere Arbeit vor Ort mit.

Die Veranstaltung machte erneut deutlich, wie wichtig eine starke Interessenvertretung älterer Menschen auf kommunaler und Landesebene ist. Themen wie Wohnen, Mobilität, gesellschaftliche Teilhabe und soziale Sicherheit werden angesichts des demografischen Wandels auch in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen.

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