Bei Brumley fühlen die Bullen sich wohl

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Hier möchte jeder gerne mal auf's Foto...
Durch die besondere Bauweise haben die Tiere hier ein sonst bei Stallungen nur seltenes Tageslicht.

Bis Ende Mai 2019 stand an der Nordwalder Straße in Höhe des Ortsausgangsschildes noch das alte Wohnhaus mit angrenzenden Stallungen aus dem letzten Jahrhundert. Inzwischen steht an dieser Stelle ein neues Bauwerk, von der Grundfläche her identisch, allerdings höher, lichtdurchflutet und gut gelüftet. Das Dach ist dermaßen isoliert, dass selbst in den extremsten Sommern die Sonneneinstrahlung nur wenig Chancen hat, die Innentemperatur also in einem angenehmen Bereich bleibt. Untergebracht sind im hinteren Teil einige Pferdeboxen und im Mittelblock, dem Herzen der Anlage, derzeit 56 Bullen in 10 Buchten, – für 70 Tiere wäre der Platz ausreichend. Die Buchten garantieren genügend Bewegungsfreiheit für die Tiere, die eher einen verspielten Eindruck machen. Die Geräuschkulisse ist sogar angenehm ruhig, geradezu entspannt. Lediglich wenn auf der gegenüberliegenden Seite schon gefüttert wird, dann ist die ein oder andere „Bedarfsmeldung“ zu hören.

Das Ehepaar Brumley bewirtschaftet den Hof im Nebenerwerb.

Wenn Hubert Brumley, der die Land- und Viehwirtschaft noch im Nebenerwerb betreibt, morgens um sechs Uhr den Stall zur ersten Fütterung betritt, dann ist das nicht die Insel der Glückseligkeit aber mindestens ein Ort, an dem das Tierwohl großgeschrieben wird. Die Tiere stehen auf Stroh, die besondere Bauweise mit Gefälle im hinteren Teil sorgt für einen angenehmen Untergrund. Täglich werden die Buchten mit frischem Stroh gestreut, alle zehn Tage wird der Mist abgeschoben. „Die gehen schon von alleine nach hinten, wenn die sehen, dass ich das Tor öffne.“ Dieser Humus wird gelagert und auf die von Brumley beackerten Ländereien verteilt. Durch die Bindung mit dem Stroh und die Ablagerung ist das nicht so intensiv wie die flüssige Gülle.

Fast schon eine Wellnessoase für Bullen.

Mit maximal 250 kg Lebendgewicht werden die „Absetzer“ eingekauft, d. h. die Jungbullen sind dann ca. acht Monate alt und frisch vom Muttertier entwöhnt. Während dieser Phase waren das Freilandtiere. In einem weiteren Jahr werden die Bullen dann auf bis zu 800 kg angefüttert bevor sie im Alter von maximal zwei Jahren dem Metzger überführt werden. Brumley ist dabei wichtig, dass die Weiterverarbeitung regional von privaten Metzgern und nicht von einer Großschlachterei erfolgt. Interessenten können sich gerne melden.

„Die Leute essen mittlerweile bewusster, – Fleisch kommt immer weniger auf den Tisch, dieses dafür umso mehr aus Nicht-Massentierhaltung.“ und auf genau diesen Zug will der ehemalige Stadtprinz der KGE aufspringen.

Etwa im März 2021 sind die ersten Tiere soweit, dass sie zum Verkauf angeboten werden können, interessierte Abnehmer können sich gerne melden.

Für Schulklassen ist dieser Hof eine ideale Möglichkeit, den Kindern die auf das Tierwohl bedachte Viehhaltung näher zu bringen. Für Nachfragen steht Hubert Brumley unter 0170-2054760 zur Verfügung.

 

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