Bauarbeiten am Nahwärmenetz am Gymnasium Martinum sind im Zeitplan

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(Foto: Stadt Emsdetten)

Die Arbeiten zum Bau eines neuen Nahwärmenetzes am Gymnasium Martinum liegen voll im Zeitplan. In den Herbstferien soll die neue zentrale Heizungsanlage fertiggestellt werden, die dann das Gymnasium, die benachbarte Wilhelmschule und die angrenzende Zweifachsporthalle mit Wärme versorgt.

Das Gymnasium Martinum und die Wilhelmschule werden bislang von zwei getrennten Wärmeerzeugungszentralen beheizt. Die angrenzende Zweifachsporthalle wird aktuell aus dem benachbarten Hallenbad mit Wärme versorgt. Die Kesselanlagen der Schulen haben das Ende ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer erreicht. Sie entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik und arbeiten entsprechend ineffizient. Das bisherige Hallenbad wird nach Fertigstellung des neuen Kombibades an der Blumenstraße am alten Standort aufgegeben, sodass die Wärmeversorgung der Zweifachsporthalle mittelfristig nicht mehr sichergestellt ist. Die Sporthalle soll daher in das Wärmenetz der Schulgebäude integriert werden.

(Foto: Stadt Emsdetten)

Da die betroffenen Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander liegen, bietet sich hier der Bau eines Nahwärmenetzes an. Dabei wird an einer zentralen Stelle Wärmeenergie erzeugt, die mehrere Gebäude mit Wärme versorgt. Diese Form der Wärmeerzeugung und –versorgung ist sehr effizient: Zum einen geht aufgrund der räumlichen Nähe wenig Energie verloren; zum anderen benötigt eine zentrale Wärmeerzeugung für mehrere Gebäude insgesamt weniger Platz in den zu versorgenden Liegenschaften als separate Heizungsanlagen.

Durch den Einsatz neuester Technik und das Zusammenspiel von konventioneller Heiztechnologie sowie regenerativer Energieversorgung werden zudem die CO2-Emissionen erheblich verringert und eine hohe Betriebssicherheit gewährleistet.

Die Gesamtkosten des Nahwärmenetzes belaufen sich auf rund 1,75 Millionen Euro – ein Betrag, der von drei Instanzen getragen wird: Das Vorhaben wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) aus dem Programmaufruf „Kommunaler.Klimaschutz“ zu 50 Prozent mit 875.000 Euro gefördert, weitere 30 Prozent fördert das Land NRW in Höhe von 525.000 Euro, sodass für die Stadt Emsdetten ein Eigenanteil von 20 Prozent und somit 350.000 Euro verbleibt.

Vorzeigeprojekt in NRW

Das Emsdettener Nahwärmenetz ist ein Vorzeigeprojekt in Nordrhein-Westfalen: Vor einigen Tagen war ein Filmteam des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW vor Ort in Emsdetten, um den Baufortschritt zu dokumentieren. Sobald der Film fertiggestellt ist, wird er auf der Homepage der Stadt Emsdetten verlinkt.

Auch die Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Martinum wollen zur Kamera greifen, um die innovative Heizungstechnik ihrer Schule vorzustellen. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die Öffentlichkeitsarbeit zum neuen Nahwärmenetz in Emsdetten nicht wie geplant stattfinden. So wurde auf Pressetermine und Baustellenführungen bislang verzichtet. „Um die Bürgerinnen und Bürger und auch die Schülerschaft über das Projekt zu informieren, gehen wir zusammen mit dem Martinum jetzt ganz neue Wege“, so Betina Loddenkemper vom Fachdienst Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Emsdetten. „Adressatengerecht wollen wir zusammen mit der Schule kleine Filmchen drehen. So soll die Maßnahme schön anschaulich und für jedermann verständlich dargestellt werden.“ Auch dieses Videomaterial soll über die Homepage der Stadt Emsdetten verlinkt und so für alle Interessierten zugänglich gemacht werden.

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