Aus der Polizeimappe

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(Foto: unsplash - M.Scheffler)

Motorradfahrer in Metelen von Auto angefahren

Ein 53-jähriger Motorradfahrer ist am Mittwoch (21.07.21) gegen 11.40 Uhr von einem Auto angefahren worden und gestürzt. Er erlitt schwere Verletzungen. Eine 52-jährige Autofahrerin aus Ochtrup fuhr zunächst auf der Leerer Straße in Fahrtrichtung Leer. Auf Höhe der Hausnummer 54 wollte sie wenden und wieder zurück in Richtung Metelen fahren. Als die 52-Jährige von einer Hofeinfahrt zurück auf die Straße fahren wollte, übersah sie ersten Erkenntnissen zufolge den Motorradfahrer, der mit einer schwarzen Yamaha in Fahrtrichtung Metelen unterwegs war. Es kam zur Kollision. Der 53-Jährige aus Legden (Kreis Borken) stürzte und wurde schwer verletzt. Anschließend wurde er mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Das Auto der Ochtruperin wurde abgeschleppt. Es entstand ein Sachschaden von rund 6000 Euro.

Nochmal der dringende Hinweis auf Bildung einer Rettungsgasse bei Stau

Die Sommerferien sind zur Hälfte rum – für viele steht der Sommerurlaub aber noch bevor. Alle, die sich mit dem Auto oder dem Wohnmobil auf den Weg zum Ferienziel machen, fahren meist irgendwann in einen Stau. Daher appelliert die Polizei: Bitte denken Sie an die Bildung einer Rettungsgasse! Immer wieder werden Polizei- und Rettungswagen blockiert, weil Auto-, Motorrad-, Wohnmobil- und Lkw-Fahrer keine Rettungsgasse bilden, oder weil sie sogar eine entstandene Gasse nutzen, um schneller vorwärts zu kommen. Ein Durchkommen für die Einsatz- und Rettungskräfte wird so enorm erschwert. Und das kann für Verunfallte schlimme Folgen haben. Eine Rettungsgasse kann tatsächlich Leben retten! Daher sollten Verkehrsteilnehmer die Gasse bei Stau oder stockendem Verkehr auf Autobahnen sowie Außerortsstraßen ab mindestens zwei Fahrstreifen frühzeitig bilden. Das ist Pflicht. Hier eine kurze Erinnerung, wie’s geht:

   - Die Rettungsgasse wird immer zwischen dem äußerst linken und dem
     unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen gebildet. Das 
     Prinzip kann man sich ganz einfach mit der rechten Hand merken: 
     Die Lücke zwischen Daumen und Zeigefinger ist die Rettungsgasse.
   - Der Seiten- oder Standstreifen ist kein geeigneter Ersatz für 
     eine Rettungsgasse.
   - Eine Rettungsgasse darf auch nach der Durchfahrt des ersten 
     Einsatzfahrzeugs nicht wieder geschlossen werden. Es könnten 
     weitere Rettungsfahrzeuge folgen.
   - Im Stau sollten Fahrzeuginsassen in Ihrem Fahrzeug bleiben.
   - Außerdem wichtig: Beim Einfahren in einen Stau die 
     Warnblinkanlage betätigen und so nachfolgende Verkehrsteilnehmer
     warnen.

Wer keine Rettungsgasse bildet, muss mit Bußgeldern und Punkten in Flensburg rechnen. Fahrzeugführer, die durch die Rettungsgasse fahren, oder die sich an die Einsatzfahrzeuge hängen, erwarten höhere Strafen wie etwa ein Fahrverbot. Daher: Denken Sie an die Rettungsgasse, wenn Sie auf der Autobahn in den Urlaub fahren. Nur so kommen die Einsatzkräfte schnell zu den Betroffenen – und können schnell helfen.

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