„Auf die Straße – gegen die Straße“ – die Stimme war laut

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(Foto: privat)

Und 600 bis 700 Teilnehmer der RadDemo 2.0 haben diese Stimme am Sonntag erhoben. Die Zahlen der polizeilichen Schätzungen (jeweils an den Querungspunkten zur Hauptstraße) schwanken etwas. Zu den anfänglichen 400 am Startpunkt haben sich viele unterwegs „abholen“ lassen, andere haben sich zwischendurch von dem gewaltigen Tross an Rädern, der hier unterwegs war, wieder verabschiedet, weil die Durchsagen an den Haltepunkten aufgrund der langen Reihen nicht durchgängig bis zu den Endpunkten hörbar waren und die Masse an Teilnehmern einigen unsicheren Radlern auch etwas Unbehagen bereitete.

Die Vorbeifahrt an der Kamera vom ersten bis zum letzten Teilnehmer hat 6:17 Minuten gedauert, – jetzt kann sich jeder selbst ausrechnen, welche Strecke man in diesem Zeitraum zurücklegen kann, so lang war der Tross, der natürlich an den Querungen Neuenkirchener Straße, Borghorster Straße und Nordwalder Straße polizeilich abgesichert wurde.

Zu den Teilnehmern gehörten erstaunlicherweise auch mittelbare Anwohner des Straßenzuges Reckenfelder Straße/Taubenstraße/Silberweg, der ja durch eine K53n die enorme Entlastung spüren soll. Sogar Parteimitglieder und ehemalige Mandatsträger der Westumgehung-befürwortenden Fraktionen waren dabei. Darüber hinaus Anwohner der geplanten Trassenführung. Hier haben sich tatsächlich Bürger allen Alters, aller gesellschaftlichen Schichten und auch aus weiten Teilen Emsdettens getroffen, die in dem Bau dieser Straße ein globaleres Problem sehen.

Informationen gab es an den verschiedenen Haltepunkten aber auch abschließend auf dem Hof Hullermann. Das Verfahren hat vor kurzem offen gelegen. Wer wollte, konnte der Bezirksregierung noch Einwände mitteilen. Dies wurde auch in großer Zahl gemacht. Weit über 50 Stellungnahmen mit teilweise profundem Inhalt sind jetzt von der Regierungsbehörde zu prüfen.

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