Auch die CDU-Fraktion torpediert Grünen-Antrag

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Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat zur Stadtentwicklung West einen Antrag (H I E R) eingereicht mit Ideen und Vorstellungen, wie hier aus ihrer Sicht eine zukunftsweisende Planung aussehen könnte. In einer Stellungnahme durch Dr. Thomas Kock (H I E R) seitens der SPD-Fraktion hat dieser die grundsätzliche Bereitschaft der Grünen zur Planung begrüßt, inhaltlich jedoch einige Dinge bemängelt.

An dieser Stelle meldet sich jetzt auch Daniel Hellwig, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Stadt Emsdetten zu Wort:

„Es ist erfreulich, dass die Ratsfraktion der Grünen nach ihrer Aussage im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Wohnen am 18. April: „Das Wachstum Emsdettens ist vorbei“, nun erkannt haben, dass unsere Heimatstadt sich weiter entwickeln muss und auch Wachstum im Innen- und Außenbereich benötigt. Dies ist für das wirtschaftliche und finanzielle
Wohlergehen Emsdettens und damit seiner Bürgerinnen und Bürger unerlässlich.

Der 1. Beigeordnete der Stadt Emsdetten, Elmar Leuermann, hat in der letzten Ratssitzung die eindrucksvolle Zahl von nahezu 1.000 aktuell Bauwilligen genannt. Hierin enthalten ist eine große Zahl Emsdettener Familien mit Kindern, Paare mit Kinderwunsch, aber auch Fachkräfte aus dem Umland die ihren Arbeitsschwerpunkt in Emsdetten haben. Sie alle eint der Wunsch nach dem Eigenheim.

Diese Erkenntnis führt bei den Grünen zu einer Regelungswut, die wir nicht nachvollziehen können.
Bevor auch nur eine Unterschrift unter Grundstückskaufverträge gesetzt ist, wird der Werkzeugkasten der Einschränkungen, Regeln und Vorschriften aufgemacht. Kaufverhandlungen werden der Verwaltung unnötig erschwert, wenn nicht gar unmöglich
gemacht.
Als ein zentraler Fokus wird die Bezahlbarkeit des neu zu errichtenden Wohnraumes genannt, gleichzeitig wird mit fast allen weiteren genannten Punkten das Bauen unnötig verteuert.

Genannt sei hier:

  • Uneingeschränkte Photovoltaikpflicht
  • Verpflichtung zur Nutzung recycelter Baumaterialien
  • Parken unter Gebäuden (baulich gesehen ist dies eine Tiefgarage und dürfte für jeden Bauwilligen Normalverdiener eine hohe Finanzierungshürde sein)

Sogar in die Gestaltung der Gebäude im Äußeren und Inneren soll eingegriffen werden. Diese Vorgaben zeugen nicht von Vertrauen in die Eigenverantwortung der Bauwilligen.
Baukosten explodieren schon aktuell aufgrund der weltweiten hohen Nachfrage für Baustoffe. Die Vorschläge der Grünen führen zu einer zusätzlichen Kostenbelastung.
Die Grünen bieten hier keine Lösungen, sondern sind einseitig auf Bauverhinderung von Eigenheimen fixiert.

Unnötige Vorgaben vom Grundstückszuschnitt bis zu einer viel zu hohen prozentualen Forderung nach Reihenhäusern und
Wohnblocks führen, dazu die Baufläche maximal unattraktiv zu machen.
Emsdetten benötigt grundsätzlich erhebliche weitere positive Entwicklung, um Wachstum zu ermöglichen.
Um diese Entwicklung anzustoßen und von den Grünen nicht verhindern zu lassen, hat die CDU einen überparteilichen Antrag zur Entwicklung Emsdettens initiiert. Dieser setzt einen klaren Kontrapunkt zur grünen Stillstands- und Verhinderungspolitik.
Wir arbeiten auf allen Ebenen daran, dass Emsdetten weiter wirtschaftlich gut dasteht und damit die vielfältigen Aufgaben einer Kommune erfüllen kann. Ökologische und ökonomische Belange dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern müssen in Einklang gebracht werden.
Wir sind gegen eine Gängelung der Bürger und setzen auf Eigenverantwortung. Förderung muss die Maßgabe sein, um jedem die Freiheit zu geben selbst zu entscheiden, wie er bauen möchte. Eine ausreichende Bereitstellung von Flächen führt auch zu einer Abmilderung der Preisentwicklung bei den Grundstücken.
Die Infrastruktur muss hierbei natürlich mitwachsen. Eine K53n wird hier zu einer spürbaren Entlastung führen. Es ist illusorisch zu glauben, dass der Individualverkehr wieder abnehmen wird. Natürlich muss der Verkehr auf Dauer CO2 neutral werden. Aber auch Elektro- oder Brennstoffzellenfahrzeuge benötigen Straßen, die nicht mitten durch Wohngebiete führen. Eine Ausweitung der Bauflächen ohne entsprechende Infrastruktur ist verantwortungslos.
All dies führt aus Sicht der CDU-Fraktion zu einer Ablehnung des vorgelegten Antrages der Grünen-Ratsfraktion.“, so Hellwig abschließend in seiner Pressemeldung gegenüber AllesDetten.

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