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Apothekenstreik am Mittwoch, 15. November 2023

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(Symbolfoto: pixabay)

Am Mittwoch, 15. November 2023, bleiben erneut die Emsdettener Apotheken, die sich damit der Aktion der Apothekerkammer Westfalen-Lippe anschließen, aus Protest gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung geschlossen. „Wir protestieren, weil die Bundesregierung die Struktur der Apotheken vor Ort endlich stärken muss – ansonsten droht weiter eine massive Gefährdung der ordnungsgemäßen Arzneimittelversorgung der Bevölkerung“, erklärt Apothekerin Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der besagten Kammer. Trotz des Protestes ist die Versorgung der Bevölkerung an diesem Tag gewährleistet: „Die notdiensthabenden Apotheken sind für unsere Patientinnen und Patienten da.“ (siehe Info-Kasten im Anhang)

Viele Apothekenteams werden an diesem Tag nicht nur die Apotheke geschlossen halten, sondern auch an der zentralen Protestkundgebung der Apothekerinnen und Apotheker aus ganz NRW sowie aus Hessen, Saarland und Rheinland-Pfalz in Dortmund teilnehmen.

„Wir brauchen dringend finanzielle Entlastung und möglichst viel Flexibilität und viel weniger Bürokratie, damit wir die Versorgung in der heutigen Qualität flächendeckend aufrechterhalten können“, sagt Overwiening. „Das Honorar der Apotheken besteht zu einem wesentlichen Anteil aus einem Festbetrag, der die laufenden Kosten abdecken soll, sie aber nicht mehr abdeckt. Dieser Festbetrag wurde seit zehn Jahren nicht mehr angepasst, trotz der zwischenzeitlich immens gestiegenen Kosten. Die Apotheken sind seit langem schon von der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung abgekoppelt“, führt Apothekerin Gabriele Regina Overwiening weiter aus, und stellt klar: „So kann das nicht mehr weitergehen.“

Zuletzt hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zudem sein Reformvorhaben für die Apotheken vor Ort vorgestellt. Der Sozialdemokrat Karl Lauterbach wolle als erster Gesundheitsminister der deutschen Geschichte in der Arzneimittelversorgung ein Zweiklassensystem etablieren, in dem es Apotheken ohne Rezepturen, ohne Notdienste und sogar Scheinapotheken ohne approbierte Apothekerinnen und Apotheker geben soll. „Das darf das Parlament, das dürfen wir nicht zulassen“, so Overwiening.


Für Notfälle erreichbar sind im Kreis Steinfurt am Mittwoch:

  • Marien-Apotheke, Münsterstraße 54, 48268 Greven, 02571-97936
  • Linden-Apotheke, Heinrich-Niemeyer-Straße 33, 48477 Hörstel-Riesenbeck 05454-8227
  • Rosen-Apotheke, Pfarrer-Bergmannshoff-Platz 16, 48431 Rheine 05971-2495
  • Malteser-Apotheke, Wettringener Straße 1, 48629 Metelen 02556-98820
  • Stüwwenkopp-Apotheke, Marktplatz 1, 48607 Ochtrup 02553-977760

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