Anschaffung von Hunden während der Corona-Pandemie – gute Idee ???

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Malu ist natürlich nicht im Wald ausgesetzt - musste nur für's Foto einmal schauspielern. (Foto: Sarah Szymanski)

Während des letzten Jahres hat sich die Anzahl der Familien die sich einen Hund zulegen wollen drastisch vergrößert. Dies liegt vor allem daran, dass viele seit dem Beginn der Corona-Krise zu Hause sind und nun Zeit für einen Hund haben. Da die Nachfrage nach den Vierbeinern weiterhin steigt, werden diese ganz nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage immer teurer. Besonders reinrassige Hunde vom Züchter sind je nach Rasse im Preis gestiegen.

Viele Besitzer sind bereit, eine deutlich längere Strecke zu fahren als üblich, um ihre neuen Haustiere, die häufig auch aus dem Ausland kommen, abzuholen. Deshalb kommen auf den Preis der Tiere, sowie Futter und Zubehör noch die Fahrtkosten. Doch obwohl die meisten dieser Hunde übers legale Geschäft verkauft werden, floriert auch das illegale Geschäft vortrefflich. Die Vierbeiner werden also auch oftmals ohne Papiere, überzüchtet und kopiert, in nicht tiergerechten Zuständen über die Grenzen geschmuggelt. Kupierte Hund sind Tiere, durch nicht erforderliche operative Eingriffe optisch verändert werden. Üblicherweise werden hierbei die Ohren aufgestellt oder die Rute verkürzt. Dies wurde allerdings vom Tierschutz verboten außer es betrifft die Rute der Jagdhunde.

Viele Familien die sich erstmals einen Hund anschaffen informieren sich nur unzureichend über die verschiedenen Rassen und welches Haustier am besten auf ihren Lebensstil passt. Außerdem bringt ein Hund mehr Arbeit mit sich als viele erwarten. Die Zeit während des Lockdowns wird bei vielen nicht ausreichen um ihren Hund vollständig zu erziehen. Wenn der Alltag sich wieder normalisiert wir die Zeit um einen kleinen Welpen zu erziehen sich deutlich verringern, wodurch zahlreiche Hunde an dritte Besitzer weitergegeben werden oder in Tierheimen landen. Langjährige Hundebesitzer weisen bereits darauf hin, dass auch wieder etliche Hunde ausgesetzt, an Bäume gebunden und zurück gelassen werden.

Neben den reinrassigen Hunden gibt es natürlich auch die Mischlinge. Sie sind allgemein weniger beliebt, eignen sich jedoch genauso gut als Familienhunde. Im Durchschnitt haben sie auch eine höhere Lebenserwartung, da sie nicht überzüchtet sind. Sie sind wesentlich günstiger als reinrassige Hunde, unterscheiden sich im Preis allerdings noch durch ihre Mischung. Es ist ebenfalls einfacher Mischlinge zu kaufen, da sie öfter Angeboten werden und im Tierheim oder bei ähnlichen Organisationen verkauft werden. Viele dieser Organisationen, z.B. Pfotenhilfe oder Arche4dogs, retten Hunde aus dem Ausland wo sie sonst auf Müllkippen leben und gezielt getötet werden, wegen ihrer schieren Masse.

Wer sich also einen Hund anschaffen möchte sollte beim Kauf definitiv darauf achten ob er auch nach Corona die notwendige Zeit hat, von welchem Händler man sich den Hund anschafft und welche Rasse zum persönlichen Lebensstil passt.

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