Anneliese ist jetzt Trägerin des „Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“

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(Foto: Eike Brünen)

Wer sich hinter „Anneliese“ verbirgt, das braucht eigentlich keinem Emsdettener wirklich erklärt werden, – Anneliese kennt jeder und auch sie kennt jeden in Emsdetten: Anneliese Meyer zu Altenschildesche.

Anläßlich der zuvor erwähnten Ehrung fanden sich Minister Karl-Josef Laumann als Vertreter der Landesregierung und Laudator, Landrat Dr. Martin Sommer, MdL Andrea Stullich, Dr. Peter Eckhard und Bürgermeister Oliver Kellner im Bürgersaal von Stroetmanns Fabrik ein. Darüber hinaus weitere geladene Gäste: Spitzen aus Rat und Verwaltung der Stadt Emsdetten, Vertreter aus  Wirtschaft und Gesellschaft und natürlich die Familie, inklusive ihres Bruders. Persönliche Gäste rundeten das Feld ab. Bürgermeister Oliver Kellner überbrachte die Glückwünsche aus den Bürgermeisterbüros Schellberg und Finster der Partnerstädte Hengelo und Chojnice.

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Musikalisch untermalt wurde das Programm von Dieter Michel und den Hot River Horns.

Kellner, Laumann, Dr. Sommer, Eckhard und die Geehrte selber waren die Redner an diesem Morgen im Bürgersaal von Stroetmanns Fabrik. Sie alle versuchten die unzähligen Einsätze und Aufgaben aufzuzeigen, was aber in vollem Umfang nicht gelang:

  • 34 Jahre sachkundige Bürgerin und Ratsmitglied, 15 Jahre davon als ehrenamtliche Bürgermeisterin, weitere 10 Jahre dann als stellvertretende Bürgermeisterin.
  • Vorsitzende der Verbandsversammlung Musikschule Greven/Emsdetten/Saerbeck
  • mehrjährige Mitgliedschaften / Funktionen im Präsidium Städte- und Gemeindebund NRW, Präsidium und Hauptausschuss DStGB, Euregiorat
  • Initiatorin der Städtepartnerschaften mit Hengelo/Niederlande und Chojnice/Polen – beide Partnerschaftsurkunden tragen ihre Unterschrift
  • Rundfunkrat des WDR
  • als erste Frau Senatorin der Karnevalsgesellschaft Emsdetten
  • 26 Jahre Vorsitzende des Mädchen- und Frauenchores
  • Verdienstmedaille der Vereinigten Schützengesellschaften von Emsdetten
  • Ehrenbürgerin der Stadt Emsdetten
  • Verdienstmedaille der Stadt Emsdetten

Offiziell überreicht wurde die Auszeichnung durch den Gesundheitsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Karl-Josef Laumann. Tatsächlich anheften durfte den Orden aber die Landtagsabgeordnete Andrea Stullich, da, so Laumann, die Hände eines ehemaligen Landmaschinentechnikers für solche Aufgabe nicht geschaffen seien.

Laumann hob in seiner Laudatio (ihm war es ein persönliches Anliegen, dass er diese Ehrung vornahm, die sonst üblicherweise durch den jeweiligen Landrat vollzogen wird) hervor, dass dieses eine Auszeichnung für das Lebenswerk sei. Bereits in frühester Kindheit habe Anneliese in der väterlichen Bäckerei gelernt, Verantwortung zu übernehmen, das habe sie geprägt. Anneliese sei ein Glücksfall für Emsdetten gewesen, sie habe sich immer für das Ehrenamt eingesetzt, als Kreistagsmitglied für das Emsdettener Wohl stark gemacht. Mit ihrer Tätigkeit im Rundfunkrat des WDR dem stiefmütterlichen Dasein des Münsterlandes ein Ende bereitet. Anneliese hat sich immer für den europäischen Gedanken stark gemacht.

All die Ämter und Zahlen seien sicherlich Fakten, die diese Auszeichnung rechtfertigen, am Meisten aber habe ihn immer ihre Haltung beeindruckt. Fördern und Fordern gehören zusammen, nicht nur auf andere verlassen, selber machen. Bürgersinn hat in ihrem Wirken immer eine große Bedeutung.

Dr. Martin Sommer überbrachte als Landrat auch die Glückwünsche des Kreises Steinfurt. Er wies auf den ideellen Wert einer derartigen Auszeichnung hin. Ein solches Engagement ist vorbildhaft für junge Menschen. Anneliese Meyer zu Altenschildesche hat sich großes Ansehen in der Stadt Emsdetten, im Kreis Steinfurt und im ganzen Münsterland erworben: „Herzlichen Glückwunsch und bleib so, wie Du bist!“

Anneliese selber: „Ich weiß gar nicht, warum ich den bekomme, ich hab doch nur meine Pflicht getan.“ Und in ihrer Dankesrede verkündete sie dann in ihrer bescheidenen Art: „Ich nehme die Auszeichnung stellvertretend für alle in Emsdetten ehrenamtlich tätigen Menschen entgegen.“ Besonders stolz sei sie auf die geschlossenen Städtepartnerschaften, sie habe viele Menschen kennengelernt aus denen sich Freundschaften entwickelt haben. Bei vielen Gästen bedankte sie sich dann noch persönlich. Ein anschließender Umtrunk ließ die Feierstunde dann ausklingen.

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