AllesDetten zu Gast bei… Rainer Westers

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Noch vor wenigen Tagen hätte dieser Termin wohl in Zimmer 104 des Rathauses stattfinden müssen, mittlerweile verbringt Rainer Westers den Großteil des Tages zuhause in Hollingen.

Der Rainer Westers aus Zimmer 104 war 29 Jahre im Dienst der Stadt Emsdetten tätig, zuletzt als Fachdienstleiter für Bildung, Sport und Kultur. Der Rainer Westers in Hollingen ist jetzt Pensionär, will in diesem Sommer erstmal die Beine baumeln lassen und sich ab Herbst diesen Jahres möglicherweise ehrenamtlich neuen Aufgaben widmen.

Der Garten der Familie Westers unweit der Schule in Hollingen, wo er vor geraumer Zeit seine eigenen allerersten Kontakte mit dem Bildungssystem geknüpft hat, glänzt durch exotische Pflanzen in inzwischen stattlicher Größe, die meisten hat er als Setzlinge erworben, manche gar selber aus Samen gezogen. In einem kleinen Gewächshaus ist der Kakteenbestand mittlerweile von 400 auf 100 geschrumpft. Im Obergeschoss des schmucken Einfamilienhauses wartet noch ein größeres Exemplar darauf, in einen größeren Topf verpflanzt zu werden. „Da brauch ich dann doch die Hilfe meines Schwiegersohnes in spe.“ Das Haus ist im Übrigen nach seinen eigenen Plänen erstellt worden. Architektur wäre möglicherweise eine alternative Berufslaufbahn gewesen.

Die Einführung der Offenen Ganztagsschule (OGS) in Emsdetten ist zu einem ganz großen Anteil wohl Rainer Westers zu verdanken. Letztlich ist die Entscheidung durch die Politik gefallen, Westers aber hat die Idee des Landes NRW aufgenommen und ein Konzept dafür erstellt, wie man das in Emsdetten umsetzen kann. Ebenso schnell waren weitere Fürsprecher gefunden.

Im Herzen ist der ehemalige Fachdienstleiter so ein kleines bißchen auch Spanier. Der Traum, auf der Iberischen Halbinsel eine Finka mit Bio-Anbau zu bewirtschaften, wird jedoch wohl ein Traum bleiben.

Und dann, quasi im Vorbeigehen, AllesDetten war eigentlich schon fast wieder auf dem Heimweg, erzählt er von einer weiteren Leidenschaft: Goethes „Faust“. Das meistzitierte Werk deutschsprachiger Literatur. Fast reumütig gesteht er ein, dann doch nicht jeden der über 4.600 Verse auswendig zu kennen, gleichwohl fällt ihm jedoch auf, wenn bei Bühneninszenierungen der ein oder andere Part weggelassen wird.
Und dann wird munter drauf los zitiert. – Auch aus der FSK18-Fassung. Dass es eine solche überhaupt gibt, dürften nur die Wenigsten wirklich wissen. Die hieraus zitierten Zeilen strotzen dann auch nur so vor Doppeldeutigkeit – malerisch, – oder besser dichterisch dargestellt.

 

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