AllesDetten zu Gast bei… Jana Voscort

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(Foto: privat)

Im zweiten Anlauf stand dann auch die Verbindung – AllesDetten war diesmal digital zu Gast, per Videokonferenz mit Berlin verbunden. Hier, im Stadtteil Gesundbrunnen, wohnt die 29-jährige gebürtige Emsdettenerin Jana Voscort seit jetzt drei Wochen übergangsweise bei ihrer Schwester, bis sie etwas eigenes gefunden hat. Ihr Abitur hat Jana in Saerbeck gemacht, danach eine Ausbildung zur Industriekauffrau und in diesem Job auch fünf Jahre in Greven gearbeitet.

Eine fundierte Ausbildung und ein Beruf, in dem man sicheres Geld verdienen kann, war ihr wichtig, hat damit auch in Berlin auf Anhieb einen Job gefunden – die eigentliche Berufung dieser sympathischen jungen Frau ist aber die Malerei. Von klein auf an war Jana ohne Zeichenstift oder Pinsel einfach nicht denkbar. Inzwischen malt sie Auftragsbilder für Kunden, die es sich leisten können, bekam durch Beziehungen die Möglichkeit in einer Galerie auf Sylt auszustellen. Ihr größtes Werk war weit größer als eine Zimmertür, aber auch im Postkartenformat gibt es schon Bilder aus ihrer Hand. „Der künstlerische Aufwand ist dabei eigentlich ähnlich, halt nur die Striche sind feiner oder grober.“ Der Materialaufwand ist dann natürlich schon ein anderer.

Die Bilder von Jana Voscort – übrigens fast ausschließlich Tiere – sind sehr detailverliebt, selbst vom Fuchsfell sind die einzelnen kleinen Härchen zu erkennen und man hat das Gefühl, man könne direkt in dieses Wollknäuel hineingreifen. Die verschiedenen Schichten im Federkleid eines Adlers wirken bald authentischer als jede Fotografie sie darstellen könnte.

Die Frage nach der größten Herausforderung war eigentlich auf ihr künstlerisches Wirken bezogen, aber da scheint es tatsächlich nur Aufgaben zu geben, die sie zu bewältigen im Stande ist. „Meine größte Herausforderung war bislang tatsächlich der Schritt, meinen Vollzeitjob aufzugeben und hier in Berlin neu anzufangen.“ Im Moment teilt sie sich in Berlin eine Wohnung mit ihrer Schwester. Der Teilzeit-Job dürfte also für die reine Lebensführung derzeit ausreichend sein. Aber auf Dauer möchte sie dort auch in einer eigenen Wohnung leben, mit eigenem Atelier.

Der Anfang ist gemacht: wenn auch mit Wehmut, weil doch in jedem Bild ganz viel Herzblut steckt, konnte sie schon einige Werke verkaufen. Und wenn dann jetzt der ganze Umzugsstress vorbei ist, hat Jana Voscort sich für’s nächste Jahr vorgenommen, den Schwerpunkt auf die Malerei zu legen. Vielleicht liest oder hört man ja an der ein oder anderen Stelle noch von ihr – die Bilder, die man schon von ihr sehen kann, sind auf alle Fälle sehenswert. – Zusammen mit ihrer Mutter, die ja auch malt, hat sie übrigens eine Homepage. Unter www.voscort-art.de erfährt und sieht man noch mehr.

Vor kurzem hat Jana ihren Tauchschein gemacht, bei der Gelegenheit dann die Unterwasserwelt kennengelernt, leider auch die Vermüllung auf dem Meeresboden erlebt. Auch diese Eindrücke hat sie schon künstlerisch verarbeitet und möchte damit eine Botschaft senden.

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