AllesDetten stellt vor: Hotel Restaurant Lindenhof

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Wenn nicht Koch, wäre er vermutlich Architekt geworden: Udo Hankh

„Das Essen war echt lecker! Fabio“ stand auf einem Zettel, den die Servicekräfte beim Abräumen des Tisches am Montagabend auf einem Teller gefunden haben.

Es ist der erste Tag nachdem die Restaurants während der Corona-Pandemie wieder öffnen durften, – am Vorabend konnte Udo Hankh mit seinem Team vom Hotel und Restaurant Lindenhof an der Alten Emsstraße schon wieder eine für den ersten Tag zufriedenstellende Anzahl an Gästen bekochen und bedienen. Die Speisekarte ist nicht ganz so umfangreich wie zu „Normalzeiten“, qualitativ aber in allen Punkten auf bekannt hohem Niveau. Mit diesem Tag hat Hankh auch seinen außer-Haus-Lieferservice in Betrieb genommen und konnte auch hier schon sehr zufriedenen Rücklauf seiner Kunden erfahren.

Die Familie Hankh sitzt noch beim Frühstück als AllesDetten in dem 1912 als Gastwirtschaft eröffneten heutigen Haupthaus eines beeindruckenden Gesamtkomplexes eintritt. Ein Spender mit Desinfektionsflüssigkeit zum Reinigen der Hände steht sofort im Eingangsbereich, ebenso die höflichen Bitte, „Halten Sie Abstand“. Die Tische stehen in ausreichend großem Abstand zueinander.

1946, nach dem Krieg, übernehmen Klementine Hankh und ihre Schwester Otti Kortmöller das Lokal, eröffnen einen Hotelbetrieb mit vier Fremdenzimmern. Von da an ist die Erfolgsgeschichte des Familienbetriebes Hankh nicht mehr aufzuhalten. Mittlerweile führen Udo und Christine Hankh das Haus in dritter Generation, – Stop – nicht ganz korrekt: aus „das Haus“ sind mehrere Häuser geworden: die ursprünglich vier Fremdenzimmer reichten bald nicht mehr aus, angrenzende Grundstücke und Gebäude wurden erworben, um- oder neugebaut, heute erstreckt sich eine Häuserzeile von sechs Gebäuden, darin 51 Zimmer mit über 90 Betten. Jedem Stadtplaner dürften beim Anblick dieser sechs völlig unterschiedlicher Baustile die Augen weh tun. Dadurch, dass aber auch in den Gebäuden die Gastzimmer individuell gestaltet sind, setzt der Lindenhof Akzente. Viele Stammgäste kommen immer wieder gerne. „Wenn nicht gerade Corona ist“ so Hankh nicht ohne stolz, „dann ist hier richtig was los.“ und hofft, dass mit dieser schrittweisen Öffnung jetzt langsam wieder Alltag einkehren kann. Hotelbuchungen sind vielfach Geschäftsreisen, Emsdettener Firmen buchen für Kunden oder auch wenn hier am Ort Feierlichkeiten stattfinden, Hochzeiten…. und auswärtige Gäste müssen für einige Nächte untergebracht werden.
Sonntag ist Ruhetag, da wird lediglich für die Hotelgäste das Frühstück zubereitet. Udo Hankh steht selber mit einem Team vier weiterer Köche unter der Woche an sechs Tagen am Herd. Und was da hergestellt wird ist ausgezeichnet im wahrsten Sinne des Wortes. Regelmäßig wird der Lindenhof von Testern aufgesucht, die sich natürlich im Vorfeld nicht zu erkennen geben, auch im Anschluss nicht. „Da kommt dann einige Tage oder Wochen später Post, innenliegend die seinerzeitige Rechnung und eben der Hinweis, dass die Bewertung bald erfolgen wird.“ Aktuell belegt der Lindenhof in NRW Platz 79 der besten Restaurants, bundesweit Rang 586.

Im Lindenhof isst auch das Auge mit aber dennoch ist der Geschmack natürlich das Wichtigste „Die Gäste kommen wieder, wenn es ihnen gut geschmeckt hat.“ Natürlich ist Hankh Chef, die Karte allerdings, in der eigentlich wöchentlich erneuert, verändert wird, ist Gemeinschaftsproduktion des Küchenteams. Jeder Koch hat hier seine Aufgaben, das rotiert aber auch, so dass tatsächlich auch jeder in der Lage ist, die Handgriffe des Kollegen zu übernehmen. So ist gewährleistet, dass der hohe Qualitätsstandard gleichbleibendes Niveau halten kann. „Wenn ein Gast einen besonderen Wunsch äußert, dann gehen wir darauf ein. Wenn uns vorher bekannt ist, dass ein Unternehmen eine Gruppe Asiaten zum Essen ausführt, dann wissen wir, dass wir sehr salzarm zubereiten sollten.“ Auch auf Allergieen oder Unverträglichkeiten kann reagiert werden.

„Und wenn dann am Ende Feedback wie das von Fabio zurück in die Küche kommt, dann weiß man, wofür man den ganzen Tag in der Küche steht!“

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