AllesDetten stellt vor: Frank Frede – Café Heinrich / Oktoberfest / Winterzauber

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Hier serviert der Chef noch persönlich - nicht nur in Zeiten von Corona.

Die älteren werden es noch kennen, Egon’s legendäres Steakbrötchen mit frisch gezapftem Pils im „Dettsk Möppken“.  Diese Steakbrötchen gibt es nicht mehr, das Möppken, seinerzeit Teil des berüchtigten Bermuda-Dreiecks Möppken-Fäßchen-Treppchen hat inzwischen auch einen anderen Namen bekommen. Frank Frede ist der Gastronomie treu geblieben, hat sein Wirken sogar erweitert, vertreibt Tiefkühlkost und beliefert damit unter anderem die Emsdettener Gastronomie. Sorgt seit mittlerweile 22 Jahren auf unzähligen Schützenfesten im Kreis dafür, dass die Imbissbuden und Theken auf den Zelten nicht nur ausreichend bestückt sind sondern mit seinem Serviceteam auch dafür, dass die durstigen Kehlen der Schützenbrüder und Festgäste reichlich „geölt“ werden und niemand hungrig nach Hause geht.

Das Café Heinrich im Stadtpark (benannt übrigens nach seinem Patenonkel, denn offiziell heißt er Frank Heinrich Frede) mit der angeschlossenen Minigolf-Bahn lädt seit neun Jahren unter der Regie von Frank Frede zu frischem selbstgebackenen Kuchen oder Waffeln nach dem Spaziergang durch den Stadtpark ein, hat aber auch Eis und Pommes im Angebot.

Täglich ab 14 Uhr und am Wochenende schon ab 12 Uhr kann man hier im gemütlichen Biergarten mal so richtig entspannen. In der angrenzenden Scheune finden auch schon mal Geburtstagsfeiern statt, Firmen laden hier ihre Gäste zu einem gemütlichen Umtrunk ein. Derzeit natürlich unter strenger Einhaltung der Hygienevorschriften und Infektionsschutzmaßnahmen, die die Corona-Pandemie mit sich bringt.

Er hat’s zwar nicht erfunden, aber er hat es in dieser Form nach Emsdetten gebracht: das Oktoberfest! Fast originaler als das Original in München. Der Westfale ist ein Thekensteher und tut sich auch schwer, außerhalb von Karneval, in eine andere „Pelle“ zu schlüpfen. Spätestens im dritten Jahr aber wusste hier jeder Bescheid, wie es abläuft. Drei Tage lang ist auf der Festwies’n in Hollingen Highlife. Freitag und Samstag Party und am Sonntag dann Frühschoppen, bei dem sich vier Generationen gleichermaßen amüsieren. Da ist im weiten Umfeld kein Dirndl, keine Lederhose mehr zu bekommen. Da schmettert original bayerische Musi über’s Zelt, da legt aber auch ein DJ die aktuellen Hits und Partymucke auf. Da werden aus Straubing Servicekräfte herangeholt, die kurz zuvor noch auf den Theresien-Wiesn in München serviert haben.

Nachdem die Schützenfestsaison in diesem Jahr gänzlich ins Wasser fällt, hofft Frede darauf, dass das Verbot der Großveranstaltungen (derzeit bis zum 31.08. ausgesprochen) bis zum geplanten Emsdettener Oktoberfest aufgehoben wird. Hierfür steht alles auf standby aber etwas Vorlaufzeit wird natürlich schon benötigt.

Der Abschlussabend des Winterzaubers ist auch immer das erste große Event im neuen Jahr.

Das letzte Großprojekt des Jahres ist dann der „Emsdettener Winterzauber“, bei dem Frede ebenfalls federführend mit im Boot sitzt. Der große Platz hinterm Rathaus, der einst als Marktplatz genutzt wurde, wird in einem überdachten Bereich „geflutet“ und eingefroren. Bei den Außentemperaturen die in den letzten Wintern teilweise erheblich im Plusbereich gelegen haben, ist das schon ein enormer Aufwand, die große Eislaufbahn befahrbar zu halten. Über mehrere Wochen eine sportliche Herausforderung aber, und sonst wäre es nicht Emsdetten, die Möglichkeit zu Feiern oder einfach gemütlich einen Kaffee zu trinken.

Frede hat mit seinen Mitstreitern noch so einige Ideen: „Nicht, etwas zusätzliches zu schaffen, in Emsdetten wird schon eine Menge geboten, – aber man könnte einiges verändern, den Rahmen erweitern.“

Viel von dem, was Emsdetten so lebenswert macht, leidet im Moment extrem unter der Corona-Pandemie, aber selbst das nehmen die Bürger hier gelassen, weil sie genau wissen, was sie erwartet, worauf sie sich wieder freuen dürfen, wenn Corona hoffentlich dann doch noch glimpflich in die Geschichtsbücher abgelegt werden kann.

 

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