AllesDetten analysiert die Hinrunde des TVE – Teil 2

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(Foto: Thorsten Fisseler)

Teil 2 der Hinrunden-Analyse (Teil 1  H I E R )

Warum steht der TVE jetzt nicht da, wo er eigentlich zu diesem Zeitpunkt stehen wollte?

Der Aufwand den die Handballer aus Emsdetten betreiben, ist nicht zu unterschätzen. Die Abwehrarbeit ist laufintensiv und anstrengend. Der Kader ist zudem nicht wirklich der größte der 2. Handball-Bundesliga. Die hohe Dichte Spiele der Liga wurde bereits mehrmals erwähnt. Dazu kommt die Leistungsdichte – ein Großteil der Mannschaften spielt Auge in Auge auf gleichem Niveau, hier kann tatsächlich jeder jeden schlagen oder auch gegen jeden verlieren. In diesem Umfeld entscheiden eben wenige Prozent über Sieg oder Niederlage. Fehlt da auch nur ein wenig die Frische, wird es schwer in dieser Liga zu bestehen.

(Foto: Thorsten Fisseler)

Hinzu kommt, dass Gabor Langhans schon einige Spiele ausfällt. Es ist nicht verwunderlich, dass die Niederlagenserie zum Ende des Jahres ohne ihn stattgefunden hat. Jeder handballbegeisterte Fan in Emsdetten kann sehen: Es fehlt einfach was aus dem Rückraum. Da kommt zu wenig. Diverse Kommentare unter den Social Media Auftritten des TVE beweisen das gute Auge der Zuschauer.

Langhans hat nun etwas Zeit, seine Verletzung auszukurieren. Ein fit werden des Rückraumspielers wäre sehr wichtig für die Mission  sicherer Klassenerhalt. Einen Spieler mit seiner Erfahrung kann man einfach nicht über längere Zeit allein durchs Kollektiv auffangen.

Die sportliche Gesamtsituation der Herzblut-Handballer gestaltet sich etwas besser als in der Vorsaison. Drei Punkte stehen jetzt zum vergleichbaren Zeitpunkt mehr auf der Habenseite. Das ist nicht viel, die drei Punkte könnten am Ende allerdings Gold wert sein.

Unterm Strich zeigt sich der TV Emsdetten variabler, und sowohl in der Abwehr als auch im Angriff individuell verbessert. Das macht doch Mut für die Rückrunde. Man wird dem Team von den Rängen her weiter Geduld zugestehen müssen. So große Umbrüche geschehen nie über wenige Wochen. Es wird nun darauf ankommen, in der Pause das Training zu nutzen um die teilweise schlimmen Missverständnisse im Angriff zu beheben. Es gibt einfach noch zu viele Anspielfehler und Bälle die auf die Tribüne fliegen. Nichts, was man nicht durch Einstudieren der Abläufe nicht in den Griff bekommen könnte.
Die oft geringe Chancenverwertung ist da schon schwieriger zu beheben. Drucksituationen im Training zu schaffen gehören im Handball zur täglichen Arbeit dazu. Eventuell mangelt es da noch ein wenig an Selbstvertrauen. Das wird man sich erarbeiten müssen.

Die Rückrunde beginnt am fünften Februar in Coburg beim HSC 2000. Insbesondere die Auswärtsspiele waren oft glücklos und weisen keine gute Bilanz aus. Möge es hier gelingen, sich vom Tabellenkeller zu distanzieren und vielleicht sogar einen gefestigten Platz im Tabellen-Mittelfeld zu sichern.

TVE let’s go!

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